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NWZonline.de Region

Tragischer Tod unter Afrikas Himmel

17.09.2005

OLDENBURG Trauer um Ekkehard und Angelika Vareschi. Sie reisten und forschten in Tansania.

Von Thorsten Kuchta OLDENBURG - Tragischer Tod eines Forschers und seiner Frau in der Serengeti: Der Oldenburger Biologe Dr. Ekkehard Vareschi (64) und seine Frau Angelika sind am Donnerstag voriger Woche in Tansania von einem herabstürzenden Baum getötet worden. Nach Angaben von Angehörigen hatte das Ehepaar im Dachzelt eines gemieteten Wagens geschlafen, als der Baum auf sie stürzte. Vareschi befand sich auf einer Forschungsreise durch das afrikanische Land.

Vareschi war ein international renommierter Forscher, der seine wissenschaftliche Arbeit den Vorgängen des Lebens im Wasser widmete. Er leitete den Fachbereich Aquatische Ökologie im Institut für Chemie und Biologie des Meeres (ICBM). Immer wieder zog es den „forschenden Weltenbummler“ in ferne Länder: Kenia, Venezuela, Israel, Neuseeland und die Antarktis waren u.a. seine Ziele. Doch auch im Nahbereich setzte sich Vareschi für die Natur ein. Er war Mitglied im Kuratorium des Instituts für Vogelforschung Helgoland, Mitglied des Beirats Nationalpark Wattenmeer.

Auch abseits der Forschung begeisterte die Natur das Ehepaar Vareschi immer wieder. „Er hatte die Gabe“, charakterisierte ihn gestern Professor Dr. Hans-Jürgen Brumsack, Direktor des ICBM, „diese Begeisterung weiterzugeben.“ Seine Devise sei gewesen: Jeder Biologiestudent sollte in seinem Studium einmal im tropischen Regenwald oder im Korallenriff geforscht haben. Seine bei Studierenden beliebten Exkursionen führten ans Rote Meer, ans Mittelmeer, nach Helgoland, Mexiko und in die Alpen. Brumsack: „Wir verlieren einen geschätzten Lehrer und Freund.“

In Ostafrika hatte er mehrfach das Leben in den Salzseen der Region erforscht. 2002 hatte er mehrere Wochen in einem Unterwasserhaus an der israelischen Küste Korallen erforscht. Seine spannendste Forschungsreise führte ihn nach Südamerika, wo er mit einem Team auf den Tepuis, den Tafelbergen Südvenezuelas, arbeitete. Diese Hochplateaus werden von gut 1000 Meter hohen und senkrechten Wänden begrenzt und sind oft nur auf dem Luftweg zu erreichen. „Da spielte natürlich neben dem wissenschaftlichen Interesse auch die Abenteuerlust eine große Rolle“, sagte er damals der NWZ.

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