Oldenburg - So kurz vor der Premiere kribbelt es bei Heidi Aguilar. „Es könnte jetzt langsam losgehen“, zählt die 53-Jährige die Tage. Lange warten muss sie nicht mehr, denn an diesem Sonnabend (17 Uhr) fällt in der großen Oldenburger EWE-Arena der Startschuss zum Feuerwerk der Turnkunst.
Wie immer traf sich die Regisseurin mit dem kompletten Ensemble erst einen Tag vorher zur Generalprobe. „Man braucht zwar eine gewisse Anlaufzeit, aber es klappt immer wieder“, setzt Aguilar auch bei der 27. Auflage auf die Professionalität der 90 Akrobaten, die durch 20 Städte reisen und rund 200 000 Zuschauer begeistern wollen.
„Esperanto“ lautet das Motto der Show, in Anlehnung an die Weltsprache, die für Völkerverständigung steht. In Oldenburg betritt die Turnfest-Mannschaft dieses Mal allerdings Neuland. Nach vielen Jahren in der Weser-Ems-Halle wird nun die neue Arena zur Manege.
Bei den drei Vorstellungen – nach der Premiere finden noch zwei Shows an diesem Sonntag (16 Uhr) und am Montag (19 Uhr) statt – werden jeweils 6000 Zuschauer auf den Tribünen erwartet. „Ich bin sehr gespannt auf die neue, größere Halle. Wir haben nun viel mehr Raum, das sorgt für mehr Spannung“, rechnet die Regisseurin mit besten Bedingungen am Auftakt-Wochenende.
Wie gewohnt setzt Aguilar auf die Mischung aus deutschen und internationalen Showprofis, Amateuren und den regionalen Gruppen. Ihre Aufgabe ist es, die einzelnen Auftritte zu einer Choreografie zusammenzufügen, die auf allen Bühnen funktioniert. Bei der „Next Generation Tour“ im Vorjahr zeigte sich das Feuerwerk von seiner modernen Seite und griff zahlreiche Trends aus Turnen und Sportakrobatik auf.
„Wir machen da keine Rückschritte, wenngleich wir dieses Jahr auch wieder viel klassisches Turnen im Programm haben“, verspricht die ehemalige Kunstturnerin.
Zum Ensemble zählt unter anderem das kanadische Artisten-Duo Chili & Fly, das die Tour 2013 wegen einer Fingerverletzung von Emilie Fournier nach wenigen Stationen abbrechen musste. Ein Wiedersehen gibt es auch mit den Japanern der Aomori Universität, die für Rhythmische Sportgymnastik der Extraklasse stehen.
Die „New Power Generation“ des Oldenburger Turnerbunds gehört mit ihrem „Zebralution“-Auftritt dieses Jahr zum festen Ensemble. Als lokale Gruppen eröffnen am Sonnabend die „Green Spirits“ der TSG Hatten-Sandkrug und am Sonntag die „Lovely Fairies“ vom TSV Großenkneten die Show.
