Oldenburg - Die Leine ist nur fünf Zentimeter breit. Einmal quer durch die Halle gespannt, wackelt sie bedenklich. Leichtfüßig balanciert Immanuel Bumb darüber hinweg. Seine Sprünge und Salti steht er auf der schmalen „Slackline“ jedoch ganz locker, als wenn er festen Boden unter sich hätte. Das Publikum staunt nicht das erste Mal, denn die 26. Auflage des Feuerwerks der Turnkunst überrascht oft. Vor 4500 Zuschauern feierte die „Next-Generation“-Tournee am Freitagabend in der ausverkauften Oldenburger Weser-Ems-Halle eine erfrischende Premiere. Eröffnet wurde die dreistündige Show von den Green Spirits der TSG Hatten-Sandkrug. An diesem Sonnabend (14 und 19 Uhr) und an diesem Sonntag (15 Uhr) stehen drei weitere Aufführungen an, für die noch jeweils Restkarten vorhanden sind.
So wie der ehemalige Bundesligaturner Bumb verknüpft die nächste Generation traditionelles Turnen mit modernen Elementen. Tatjana Konobas zum Beispiel poliert das Image des aus dem Gesundheitssport bekannten Pezzi-Balls gehörig auf. Die 20-jährige Ukrainerin beweist auf den Gummikugeln, die unter ihr wie Flummis über den Boden hüpfen, eine enorme Körperbeherrschung. Bälle durch die Luft wirbelt Jongleur Andreas Wessels, während er ein weiteres Exemplar auf dem Fuß zirkuliert und als Zugabe über ein Seil hüpft. Damit kennen sich auch die Weltmeister im Double Dutch von der Formation „Capliore“ aus. Die jungen Japaner hechten zwischen zwei Seilen hin und her, kombiniert mit Breakdance und Tricking-Elementen. Tricking gehört ebenfalls zu den Trendsportarten, die bei diesem Feuerwerk für die Aha-Effekte sorgen. Das Team um Pavel Gurov beherrscht die schwierigen Bewegungen aus verschiedenen Kampfsportarten eindrucksvoll. Musikalisch wird der Generationswechsel mit Sprechgesang der Hip-Hop-Kultur untermauert.
Soviel Kreativität der „Jugend von heute“ muss gelobt werden, meint Sascha Korf. Der Comedian blickt während seiner Moderation neidisch auf die athletischen Körper der Sportler, mit denen er nicht konkurrieren kann, sein Defizit aber mit Wortwitz und Improvisation ausgleicht. Beim Publikum macht er sich zudem mit einer Prophezeiung beliebt: „Die Baskets werden Deutscher Meister 2013“, sagt er den Oldenburger Basketballern voraus. Was er wohl in wenigen Wochen in Bamberg erzählt, wenn das Feuerwerk in der Stadt des Titelverteidigers gastiert?
Weiter geht es danach mit meisterlicher Turnkunst. Dabei wird das Rhönrad durch den Cyr-Ring ersetzt, mit dem der Kanadier Alexandre Lane einen Tanz voller Leichtigkeit demonstriert. Für hohes Niveau sind ebenfalls Artem Ghazaryan und Thomas Greifenstein bekannt. Im Programmheft liebevoll als „Turnopas“ angekündigt, wirbeln die Dauergäste gemeinsam mit den Bundesligaturnern Tim Schneider und Martin Koneczny am Reck. Doch auch die Routiniers fügen sich nahtlos ins junge Ensemble ein. Der Generationenkonflikt ist ausgeblieben. Das Feuerwerk hat kurz vor Silvester wieder einmal gezündet.
Oldenburg - Die Leine ist nur fünf Zentimeter breit. Einmal quer durch die Halle gespannt, wackelt sie bedenklich. Leichtfüßig balanciert Immanuel Bumb darüber hinweg. Seine Sprünge und Salti steht er auf der schmalen „Slackline“ jedoch ganz locker, als wenn er festen Boden unter sich hätte. Das Publikum staunt nicht das erste Mal, denn die 26. Auflage des Feuerwerks der Turnkunst überrascht oft. Vor 4500 Zuschauern feierte die „Next-Generation“-Tournee am Freitagabend in der ausverkauften Oldenburger Weser-Ems-Halle eine erfrischende Premiere. Eröffnet wurde die dreistündige Show von den Green Spirits der TSG Hatten-Sandkrug. An diesem Sonnabend (14 und 19 Uhr) und an diesem Sonntag (15 Uhr) stehen drei weitere Aufführungen an, für die noch jeweils Restkarten vorhanden sind.
NWZ-Spezial zum Feuerwerk der Turnkunst
So wie der ehemalige Bundesligaturner Bumb verknüpft die nächste Generation traditionelles Turnen mit modernen Elementen. Tatjana Konobas zum Beispiel poliert das Image des aus dem Gesundheitssport bekannten Pezzi-Balls gehörig auf. Die 20-jährige Ukrainerin beweist auf den Gummikugeln, die unter ihr wie Flummis über den Boden hüpfen, eine enorme Körperbeherrschung. Bälle durch die Luft wirbelt Jongleur Andreas Wessels, während er ein weiteres Exemplar auf dem Fuß zirkuliert und als Zugabe über ein Seil hüpft. Damit kennen sich auch die Weltmeister im Double Dutch von der Formation „Capliore“ aus. Die jungen Japaner hechten zwischen zwei Seilen hin und her, kombiniert mit Breakdance und Tricking-Elementen. Tricking gehört ebenfalls zu den Trendsportarten, die bei diesem Feuerwerk für die Aha-Effekte sorgen. Das Team um Pavel Gurov beherrscht die schwierigen Bewegungen aus verschiedenen Kampfsportarten eindrucksvoll. Musikalisch wird der Generationswechsel mit Sprechgesang der Hip-Hop-Kultur untermauert.
Soviel Kreativität der „Jugend von heute“ muss gelobt werden, meint Sascha Korf. Der Comedian blickt während seiner Moderation neidisch auf die athletischen Körper der Sportler, mit denen er nicht konkurrieren kann, sein Defizit aber mit Wortwitz und Improvisation ausgleicht. Beim Publikum macht er sich zudem mit einer Prophezeiung beliebt: „Die Baskets werden Deutscher Meister 2013“, sagt er den Oldenburger Basketballern voraus. Was er wohl in wenigen Wochen in Bamberg erzählt, wenn das Feuerwerk in der Stadt des Titelverteidigers gastiert?
Weiter geht es danach mit meisterlicher Turnkunst. Dabei wird das Rhönrad durch den Cyr-Ring ersetzt, mit dem der Kanadier Alexandre Lane einen Tanz voller Leichtigkeit demonstriert. Und auch die verschiedenen Akrobatik-Darbietungen mit höchstem Schwierigkeitsgrad scheinen die Gesetze der Schwerkraft auszuhebeln.Für hohes Niveau sind ebenfalls Artem Ghazaryan und Thomas Greifenstein bekannt. Im Programmheft liebevoll als „Turnopas“ angekündigt, wirbeln die Dauergäste gemeinsam mit den Bundesligaturnern Tim Schneider und Martin Koneczny am Reck – einem der wenigen typischen Turngeräte dieser Show. Doch auch die Routiniers fügen sich nahtlos ins junge Ensemble ein. Der Generationenkonflikt ist ausgeblieben. Das Feuerwerk hat kurz vor Silvester wieder einmal gezündet.
