BRETTORF/WAIBSTADT - Der amtierende Meister TV Brettorf gehört bei der DM nicht zu den Favoriten. Als Übermannschaft gilt Westfalia Hamm.
Von Hergen Schelling
BRETTORF/WAIBSTADT - Zwei heftige Niederlagen mussten die Faustballer des TV Brettorf in dieser Saison gegen Westfalia Hamm schon hinnehmen – bei den deutschen Meisterschaften am kommenden Wochenende im schwäbischen Waibstadtwartet nun die Chance zur Revanche. Brettorfs Trainer Ralf Kreye wiegelt aber ab und verteilt die Rollen so: „Hamm ist in dieser Saison so gut drauf – da kommt man nur schwer dran vorbei.“
Brettorf als Zweiter im Norden hat es am Sonnabend mit dem Bundesliga-Süd-Drittem Offenburger FG zu tun: Der Traditionsverein aus dem Badischen ist seit Jahren bei den Titelkämpfen dabei, aber für einen Platz auf dem Treppchen hat es schon lange nicht mehr gereicht. „Wir müssen die Offenburger Angreifer Bernd und Stefan Konprecht mit kurzen Bällen beschäftigen“, gibt Kreye die Taktik der Brettorfer vor.
Geht die Rechnung auf, stünde im Halbfinale ein weiterer Süd-Verein im Wege: Die Spvgg Weil der Stadt hat in der Liga kein Spiel verloren und sich für das Halbfinale qualifiziert. Kreye ist gewarnt: „Die haben sich vor der Saison gut verstärkt“, weiß er von den Badenern, die im vergangenen Jahr bei der DM in Brettorf Vierter wurden. Der TVB, zum achten Mal in Folge bei den Titelkämpfen dabei, hat diese gewonnen. Klar, dass Kreye auch jetzt wieder auf das Finale hofft. Dort wäre möglicherweise wieder Hamm der Gegner: „Dann entscheidet die Tagesform“, glaubt Kreye.
Immerhin ist der TV Brettorf der einzige Gegner, der die westfälische Übermannschaft in den vergangenen Jahren zumindest gelegentlich auf Meisterschaften bezwingen konnte. Zuletzt bei der Hallen-DM wäre es fast wieder soweit gewesen: Drei Matchbälle vergaben die Brettorfer im März im Finale. „Egal was kommt“, verspricht Ralf Kreye, „so etwas Dummes passiert uns garantiert nicht noch einmal.“
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