Delmenhorst - 55 Maßnahmen zum Einsparen von Kohlenstoffdioxid haben Delmenhorster für das Integrierte Klimaschutzkonzept der Stadt erarbeitet. Am Mittwoch wurden die Ergebnisse den Bürgern und Mitgliedern der Arbeitskreise, in denen die Ideen entwickelt worden waren, vorgestellt. Anschließend kamen die Ergebnisse in den Umweltausschuss des Rates.

Wichtig sei, darin stimmten Fritz Brünjes, Leiter des Fachbereichs für Planen, Bauen und Umwelt bei der Stadt, und Annerose Hörter, Geschäftsführerin der Firma 4K, die das Konzept begleitet hat, überein, dass es einen Koordinator bei der Stadtverwaltung brauche, der die verschiedenen Akteure zusammenbringen könne.

Dieser würde im ersten Jahr etwa 219 000 Euro, im zweiten und dritten Jahr je 365 000 Euro kosten, rechnete Annerose Hörter vor. Dabei griff sie auf Vergleichswerte aus Städten zurück, die ebenfalls einen solchen Manager beschäftigen. Unter anderem wurde diese Idee auch dem Umweltausschuss vorgelegt.

Der Unternehmensberater Dr. Cornelius Rasmussen aus Bremen hielt einen Vortrag darüber, wie sich der Wandel zu mehr Klimaschutz in der Stadt gestalten lässt, wenn man die Bürger und beteiligten Akteure richtig motiviere.

Ihm zufolge gibt es drei Stufen der Motivation in aufsteigender Reihenfolge: Geld, soziale Anerkennung und in der Persönlichkeit veranlagte besondere Wünsche wie Sparen oder Freude an der Natur. Außerdem sei es wichtig, dass engagierte Menschen in der Stadt leben. Diese würden einem solchen Konzept erheblichen Nachdruck verleihen, so Rasmussen.