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SPORTHALLEN Stadt hofft auf Fördermittel

NADIA-ZAKIA CHELLY

DELMENHORST - Marode Umkleidekabinen, sanierungsbedürftige Sanitäranlagen, veraltete Heizungen, fehlende Isolierung: Die 24 Sporthallen in Delmenhorst sind fast alle in die Jahre gekommen und müssten dringend saniert werden. 5,5 Millionen Euro, so hat die Stadt im vergangenen Jahr ausgerechnet, würde es kosten, alle Hallen auf den neusten Stand zu bringen. Geld, was derzeit nicht vorhanden ist. „Zumal die Stadt bis zum Jahr 2010 viel Geld in die Brandschutzmaßnahmen in Schulen steckt“, sagt Stadtsprecher Timo Frers auf Nachfrage der NWZ .

Das so genannte Programm zur energetischen Erneuerung und Modernisierung der sozialen Infrastruktur in den Gemeinden des Investitionspakts 2008 (siehe Kasten rechts) kam der Stadt Delmenhorst deshalb gerade recht. Um daran teilnehmen zu können, hat die Stadt bis zum 1. August ihre Bewerbung einreichen müssen. Das sei geschehen, fünf Delmenhorster Hallen wurden vorgeschlagen: die Turnhalle der Hermann-Allmers-Schule, die Turnhalle der Grundschule Stickgras, die Sporthalle am Stubbenweg, die Sporthalle an der Uhlandstraße sowie die Sporthalle am Blücherweg.

„Wir haben uns für diese fünf Hallen entschieden, weil sie etwa zur selben Zeit gebaut wurden, nämlich Anfang der 80er Jahre. Zudem sind die Hallen baugleich“, begründet Frers die Auswahl.

In der Halle am Blücherweg etwa müssten die Fenster im Umkleide- und Duschbereich erneuert werden, in der Turnhalle der Hermann-Allmers-Schule sowie der Sporthalle am Stubbenweg müsse jeweils das Dach erneuert und gedämmt werden.

Die Kosten für die Sanierung der fünf Hallen würde sich auf Beträge zwischen jeweils 710 000 Euro und 1,1 Millionen Euro belaufen. Wird die Stadt in das Programm aufgenommen und erhält die Fördermittel, müsse sie „lediglich“ ein Drittel der Sanierungskosten zahlen. Ein Drittel übernimmt der Bund, das weitere Drittel das Land. „Das ist immer noch recht viel Geld für Delmenhorst, aber weitaus überschaubarer als 5,5 Millionen Euro“, so Frers. Ob die Stadt von dem Programm profitiert, wird sich zeigen. Noch habe man keine Informationen bekommen, ob die Wahl auf Delmenhorst gefallen ist.

Was steckt hinter dem Programm?

Die energetische

Erneuerung und Modernisierung von Gebäuden der sozialen Infrastruktur in den Gemeinden ist ein Projekt der NBank. Die NBank ist eine Förderbank, die das Land Niedersachsen bei der Entwicklung neuer Förderkonzepte unterstützt. Die NBank ist Ansprechpartner für Förderprogramme der Europäischen Union, des Bundes, des Landes und der Kommunen.

Ziel der Förderung

dieses Projektes ist, einen Beitrag für den Klimaschutz zu leisten, indem Energie gespart und CO2 gemindert wird. Gefördert werden Vorhaben zur Minderung des Energiebedarfs sowie Vorhaben des Einsatzes erneuerbarer Energien für Gebäude der sozialen Infrastruktur.

Saniert werden

mit Hilfe dieses Projektes in erster Linie Schulen, Kindergärten, Turnhallen und Jugendeinrichtungen.

Antragsberechtigt

sind Städte und Gemeinden, die sich in einer schwierigen Haushaltslage befinden. Die Förderung soll hier einen Beitrag zum Abbau des Investitionsstaus leisten.

Die Fördermittel

werden als nicht rückzahlbare Zuschüsse gewährt. Bund und Land beteiligen sich jeweils mit einem Drittel an den förderfähigen Ausgaben.
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