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NWZonline.de Ratgeber Wissenschaft Umwelt

Graftanlage: Rechnung mit vielen Unbekannten

18.12.2013

Delmenhorst Die Pumpen des alten Graft-Wasserwerks laufen weiter. Für die nächsten zwei Jahre ist ihr Betrieb genehmigt. Was danach passiert, weiß noch keiner so genau. Die Pumpen sorgen für eine Absenkung des Grundwasserspiegels, der nach der der Abschaltung des Wasserwerks im Januar 2011 stieg, Teile der Graft unter Wasser setzte, die angrenzende Wohnbebauung schädigte und das Absterben von über 600 Bäumen verursachte. Die Graft ist halbwegs trockengelegt durch ein zeitlich befristetes Provisorium.

Aufgrund der künstlichen Grundwasser-Absenkung ist ist die Parkanlage mittlerweile in einem Zustand, dass sie gefahrlos wieder fürs Publikum geöffnet werden kann. Über die getroffenen Maßnahmen vor der Freigabe, etwa die Überprüfung der Stand- und Kippsicherheit der verbliebenen Bäume, informierte am Dienstag Katrin Stöver, Leiterin des Fachdienstes Stadtgrün und Naturschutz. Die Sperrbaken sind – wie berichtet – abgeräumt, alle Wege wieder begehbar. Wie es weitergeht oder wie es weitergehen könnte, stellte Fritz Brünjes, Fachdienstleiter Planen, Bauen, Umweltschutz, Landwirtschaft und Verkehr, dar.

Der Ball liegt bei den SWD

Jetzt sind die Stadtwerke am Zuge, erklärt Brünjes. Laut Ratsbeschluss müsste die SWD-Gruppe ein Gutachten in Auftrag geben, das Aufschluss darüber gibt, ob eine dauerhafte Wiederaufnahme der Grundwasserförderung zur Trinkwassergewinnung genehmigungsfähig ist. Parallel dazu soll laut Ratsbeschluss der Ochtumverband die möglichen Varianten einer Oberflächenentwässerung prüfen – durch Gräben und Pumpstationen, die das Wasser aus den tiefer gelegenen Arealen so weit heben, dass es in das Vorflutgewässer abfließen kann. Der Ochtumverband hat mitgeteilt, dass dafür ein Freiraumkonzept notwendig ist. Das ist ein Plan, in dem die künftige Nutzung der verschiedenen Graft-Bereiche festgeschrieben ist, und in dem auch durch Wege erschlossene Feuchtwiesen-Bereiche festgelegt sein können.

„Es ist überhaupt nicht vorstellbar, dass wir die Parkanlage aufgeben“, sagt der Fachbereichsleiter fast beschwörend. Daher müsse jetzt umgehend eine politische Entscheidung zum Einstieg in die Freiraumplanung fallen. „Wenn sie im Frühjahr nicht kommt, dann wissen wir nicht, wie wir weiterplanen sollen.“

Es bleibt ein Dilemma: Solange niemand weiß, ob eine dauerhafte Grundwasserförderung Rechtsbestand hat, müsse die Fachbehörde ein Freiraumkonzept mit verschiedenen Untervarianten planen. Eine zeitnahe Umsetzung wäre nicht möglich.

In Teilbereichen anfangen

Der Zustand der Unsicherheit könnte noch einige Jahre anhalten. Dennoch müsste man „in Teilbereichen anfangen, konkret handeln, alle Möglichkeiten mal durchdenken“. Das Freiraumkonzept für die Graft sollte durch ein externes Büro erarbeitet werden, das die Bürger mit einbeziehen sollte. Brünjes’ Ziel ist „eine Anlage, die schöner ist als die bisherige Anlage“.

Wolfgang Bednarz Delmenhorst / Redaktion Delmenhorst
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