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NWZonline.de Region

Ungelöste Rätsel um jungen Mann

09.05.2006

BURGFORDE

von horst suermann BURGFORDE - „Was einmal klappt, könnte auch ein zweites Mal gelingen“, meint Hans Wächter aus Burgforde mit einem Hinweis das Bild eines Unbekannten, das auf einem Speicher in Burgforde gefunden worden war und sich später als Porträt des Postmeisters Johann Dietrich Schönfeld identifiziert wurde (die NWZ berichtete).

Wächter, der maßgeblich an der Burgforder Dorfchronik mitgearbeitet hatte, hat nun ein ähnliches Problem: Er möchte wissen, wer jener vornehme Jüngling sein könnte, der auf einer Postkarte aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg abgebildet ist, auf die Wächter bei den Recherchen für die Burgforder Dorfchronik gestoßen war. Diese Postkarte stammt aus der Zeit um 1909 und wurde bei Broeker in Westerstede gedruckt.

Die Postkarte zeigt einen Teich auf dem Gelände des Burgplatzes mit dunklen Fichten im Hintergrund und hellen Laubbäumen im Vordergrund. Oben links oval eingeblendet ist das Bildnis des Jünglings. Eine Bildunterschrift verrät, dass es sich bei ihm um den „Junker von Wittenheim“ handelt, einen Mann von etwa 25 Jahren. Außer der Unterschrift finden sich keinerlei Hinweise auf dieser historischen Postkarte.

Bekannt aber ist, dass das Bild auf ein Gemälde zurückgeht, das ursprünglich im „Gasthof Wittenheim“ der alteingesessenen Familie Gerdes hing, dann aber (1962) für die Veröffentlichung in einer heimatkundlichen Abhandlung ausgeliehen wurde und nicht wieder in den Besitz der Familie Gerdes zurück gelangte.

„Ein charakteristisches Bild des bürgerlichen Biedermeier“, stellte die Kunstsachverständige Professorin Dr. Melanie Luck von Claparéde fest, nach deren Eindruck der „Junker von Wittenheim“ „mit großen, blauen Augen und einem kaum wahrnehmbaren Lächeln in den Mundwinkeln“ auf den Betrachter blickt.

Ist es wirklich das Lächeln eines Junkers?

„Eher nicht“, sagen die Experten wie der Historiker Udo Elerd von der Museumsgesellschaft Oldenburg. Grund: Zu der Zeit, als das Bild entstand – nach Ansicht Luck von Claparédes der Haarmode zufolge etwa um 1780 und damit 40 bis 50 Jahre früher als jenes, das kürzlich als das des Postmeisters Dietrich Schönfeld identifiziert wurde – gab es in und um Burgforde keine Grafen und deshalb auch keine Junker mehr. Auch die Ära der Amtmänner lag zu dieser Zeit ein halbes Jahrhundert zurück.

Wächter hofft nun, dass sich in Westerstede oder Umgebung noch jemand findet, der Näheres zu dem Bild des „Junkers von Wittenheim“ sagen kann. Er bittet in diesem Fall um Informationen unter seiner Telefonnummer 04488/ 3419.

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