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NWZonline.de Region

GALERIE: Ungeziefer befällt Huder Klostermühle

03.10.2008

HUDE Die Klostermühle ist einer der romantischsten Orte in Hude. Zahlreiche verliebte Paare haben sich hier trauen lassen. Bis vor kurzem wurde in dem mehr als 500 Jahre alten Gebäude von Anette und Wolfgang Hadrich eine Galerie mit verschiedenen Kunstausstellungen betrieben. Das Fachwerkhaus hielt über die Jahrhunderte allen Witterungen stand – bis jetzt.

In den vergangenen Wochen stellten Gutachter bei der Räumung des Gebäudes bauliche Mängel fest. Im Erdgeschoss der Wassermühle sind tragende Elemente stark beschädigt, teilte die Gemeinde am Donnerstag mit. Verantwortlich ist einerseits ein Hausbock, der sich in den Holzbalken und Kanthölzern eingenistet hat, aber auch das Alter des Bauwerks, berichtet Fachbereichsleiter Uwe Schubert. Die Statiker haben überall eine Art Holzstaub gefunden, der nachweislich für Holzwürmer und Hausböcke sei. Vor allem die vier tragenden Kanthölzer seien stark in Mitleidenschaft gezogen, schildert Schubert.

Gemeinsam mit der Eigentümerin der Wassermühle, Margaretha von Witzleben, ist die Gemeindeverwaltung dabei, ein Konzept zu erarbeiten und Sofortmaßnahmen einzuleiten, um Schlimmeres zu verhindern. Der erste Schritt sei eine exakte Bestandserhebung, erläutert Schubert. Diese wird in den kommenden Wochen in Auftrag gegeben. Dann müssen Angebote verschiedener Spezialunternehmen eingeholt werden – „schließlich reden wir hier nicht über kleines Geld“, so der Fachbereichsleiter. Die Sanierung werde auf alle Fälle einen fünfstelligen Betrag verschlingen. Zudem müsse die Aktion mit dem Denkmalschutz abgestimmt werden, so Schubert.

Margaretha von Witzleben und Bürgermeister Axel Jahnz äußerten sich übereinstimmend zu der Notwendigkeit einer Sanierung: „Wir bedauern diese Entwicklung sehr, sehen aber aufgrund der Hinweise der Fachleute keine andere Möglichkeit.“

Auch Christian Heinze reagierte bestürzt. Der Bildhauer wollte die Galerie Klostermühle am 30. November gemeinsam mit Goldschmiedin Nicole Urbat übernehmen. Sie wollten Bilder, Skulpturen und Keramik von Künstlern aus ganz Deutschland ausstellen. Dass der Termin nicht eingehalten werden kann, sei ärgerlich, aber mit so einem Problem habe keiner rechnen können, meint Heinze.

Die vorgesehenen Trauungen in der Mühle wurden von der Gemeinde verschoben. In Absprache mit der Klosterschänke können verliebte Pärchen in der Klosterremise heiraten. Hochzeiten im Klostersaal sind vorübergehend, nach Absprache mit den Klosterfreunden, auch möglich.

Gefräßige Larven nagen am Gebälk

Der Holzbock oder Hausbock ist der verbreitetste Holzschädling. Er ist auf allen Kontinenten der Erde zu Hause. Wegen seiner beträchtlichen Lebensdauer von drei bis zehn Jahren kann bereits ein einmaliger Befall zu verheerenden Folgen führen. Ein Insekt kann bis zu 25 Millimeter groß werden. Sein Körper ist oval mit langen, gegliederten Fühlern. Die Grundfarbe der Käfer ist braun. Auf den Flügeldecken trägt er zwei auffällige weiße Punkte.

Das Weibchen legt etwa 50 bis 160 Eier mit ihrer Legeröhre in Risse am Holz. Nach knapp vier Wochen schlüpfen die Larven und bohren sich sofort in das Holz ein. Während ihrer Lebenszeit frisst eine Larve täglich einen Kubikzentimeter Holz. Häufig sind die Larven an Fressgeräuschen oder Mehlauswurf zu erkennen.

Die Schädlinge können mit chemischen Mitteln, dem Heißluftverfahren, durch eine Begasung oder mit Sonderverfahren wie Mikrowellen bekämpft werden.

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