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Kaepernick verlegt Training kurzfristig

18.11.2019

Riverdale Der Zwist zwischen Colin Kaepernick und der National Football League geht auch nach dem Vorspielen des derzeit arbeitslosen Quarterbacks für einen neuen Job weiter. Der 32-jährige Spielmacher und sein Management sagten eine von der NFL geplante Trainingseinheit kurzfristig ab und luden interessierte Teams stattdessen zu einem selbst organisierten Treffen. Die Liga zeigte sich in einer ersten Stellungnahme davon „enttäuscht“, Kaepernick hofft aber weiter auf eine Rückkehr.

„Ich bin seit drei Jahren bereit“, sagte der Quarterback, der 2016 eine Protestwelle zum Thema soziale Ungerechtigkeit in den USA gestartet hatte, als er während der Nationalhymne auf die Knie ging: „Wir warten auf die 32 Besitzer, 32 Teams, (NFL-Commissioner) Roger Goodell, dass sie aufhören, wegzulaufen. Weglaufen vor der Wahrheit.“

Nun soll die NFL erst am Dienstag und damit relativ kurzfristig zu dem Workout mit Kaepernick auf dem Gelände der Atlanta Falcons eingeladen haben. Die Seite des Spielers konterte damit, dass sie am Samstag erst kurz vor dem geplanten Beginn darüber informierte, dass dieser daran nicht teilnehmen werde. Kaepernicks Agent Jeff Nalley sagte, dass die NFL sich geweigert habe, dass Videoaufnahmen des Trainings öffentlich gemacht werden.

Stattdessen zeigte Kaepernick in einer rund 40-minütigen Trainingseinheit auf dem Gelände einer High School knapp eine Autostunde außerhalb Atlantas, was er noch kann. Der Super-Bowl-Teilnehmer von 2013 trug dabei ein T-Shirt mit dem Aufdruck Kunta Kinte, einer Figur aus dem Roman „Roots“, in dem die Geschichte der Sklaverei über mehrere Generationen hinweg erzählt wird. Nach Angaben von Berater Nalley zufolge verfolgten etwa 250 Fans und Vetreter von acht NFL-Teams die Trainingseinheit – für das ursprünglich geplante Vorspielen der Liga hatten 25 Clubs zugesagt.

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