DANGAST - Schon als Schüler sind sie sich in Oldenburg begegnet und auch später kreuzten sich ihre Lebenswege immer wieder. Ihr gemeinsames Thema war die Landwirtschaftspolitik, die sie in unterschiedlichen politischen Parteien beackerten.
Der ehemalige SPD-Politiker Karl-Heinz Funke aus Dangast (Landkreis Friesland) und der FDP-Bundestagsabgeordnete Michael Goldmann (Papenburg) trafen sich sowohl Anfang der 90er Jahre im niedersächsischen Landtag als auch später im Bundestag , haben sich dabei nicht nur kennen-, sondern auch respektieren gelernt.
Goldmann, der noch immer auf Bundesebene Politik macht und im Bundestag Vorsitzender des Ausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz ist, sieht nun voller Bedauern, dass der kompetente Fachmann für globale, marktwirtschaftliche und unternehmerische Landwirtschaft künftig nicht mehr in der Agrarpolitik dabei ist. Der FDP-Politiker gegenüber dieser Zeitung: Als Berater könnte ich Funke gut gebrauchen.
Auch als SPD-Politiker habe Funke schon früh auf mehr Markt in der Landwirtschaft gesetzt, als andere noch immer Subventionen als Allheilmittel gesehen hätten. Zwar habe er nicht über Parteieintritte zu befinden, so Goldmann, er sei aber der Meinung, dass Funkes Sachverstand der FDP helfen könne.
Funke äußerte sich gegenüber dieser Zeitung überrascht und erfreut: Bislang habe ich noch keinen Moment über einen Eintritt in die FDP nachgedacht. Die Wertschätzung des Abgeordneten Goldmann beruhe im Übrigen auf Gegenseitigkeit: Der ist zuverlässig und hat Ahnung ein fundierter Agrar-Ökonom.
Obwohl sie in verschiedenen Parteien gewesen seien, hätten sie sich immer gut verstanden. Auch wenn die Frage eines Parteieintritts derzeit nicht akut sei, werde er sich natürlich nicht entziehen, wenn ihn jemand um Rat bitte. Funke hatte in diesem Monat mitgeteilt, dass er als parteiunabhängiger Bürger an der Kommunalwahl am 11. September teilnehmen werde.
