• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Markt
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Events
  • Tickets
  • nordbuzz
  • FuPa
  • Kontakt
  • Werben
NWZonline.de Region Friesland Gemeinden Varel

Erste Fahrversuche im Skooter

18.07.2016

Varel „Es war immer etwas ganz besonderes.“ Wenn Inge Golibersuch über den Vareler Kramermarkt spricht, gerät sie förmlich ins Schwärmen. Die gebürtige Varelerin („Ich wurde in der Schlosskirche getauft, konfirmiert und habe dort geheiratet“) war schon als Kind gerne auf dem Volksfest. „Zum Andenken an den Kramermarkt in Varel 1950. Aufgenommen vor der Kirche“, steht auf der Rückseite eines Fotos, dass sie als 14-Jährige zusammen mit einem „Eisbären“ zeigt.

„Dieses Foto habe ich mir vom Munde abgespart, denn man musste es ja bezahlen“, sagt sie. Wie teuer es ganz genau war, weiß Inge Golibersuch nicht mehr: „Es war für die damalige Zeit eine Menge Geld.“ Gemeinsam mit einem Mann im Eisbärenkostüm lief der Fotograf damals über den Festplatz und bot den Schnappschuss an.

Wer hat noch

Die Nordwest-Zeitung und die Stadt Varel suchen für eine Ausstellung anlässlich des 250. Kramermarktes (16. bis 19. September) alte Fotos und Geschichten über das Volksfest. Die Aufnahmen sollen Motive von den früheren Veranstaltungen in der Innenstadt oder auf der Schützenwiese zeigen und in der Fußgängerzone ausgestellt werden.

Fotos nimmt die NWZ -Redaktion per E-Mail an red.varel@nwzmedien.de entgegen. Sie können auch in der Redaktion an der Schlossstraße 7 abgegeben werden (Tel. 04451/99882500). Informationen erteilt zudem Marktmeister Harald Kaminski unter Tel. 04451/126183.

Doch sie hat noch mehr Fotos. jeweils eines von 1955 und 1956 zeigt sie und ihren damaligen Verlobten und heutigen Ehemann Günter im Autoskooter. 1954 hatten sie sich auf dem Sängerfest im damaligen Allee-Hotel (heute Tivoli) kennengelernt. „Er war der erste Auszubildende, den das Amtsgericht Varel hatte“, sagt Inge Golibersuch. Jedes Jahr seien sie „sehr gerne“ zum Kramermarkt gegangen.

Vor allem erinnert sie sich noch an einen kleinen Stand vor dem alten Rathaus, das damals noch an der Ecke Marktplatz/Drostenstraße stand. „An diesem sind Meerschweinchen in Boxen mit Nummern gerannt, und man konnte etwas gewinnen, wenn man richtig getippt hat“, sagt Inge Golibersuch und erinnert sich, dass sie eine Vase erhielt: „Das waren eben Dinge für den täglichen Hausgebrauch.“

Beim 250. Kramermarkt (16. bis 19. September) ist sie wieder dabei. „Früher war es aber etwas schöner“, blickt Inge Golibersuch indes zurück – damals noch mit Kettenkarussell und Achternahn: „Und ein Varieté. Aber das gibt es jetzt nicht mehr.“

Weitere Nachrichten:

Amtsgericht Varel | Kramermarkt