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NWZonline.de Region Friesland Gemeinden Varel

Ehemaliges Militärgelände Bei Varel: Bombe in Friedrichsfeld erfolgreich entschärft

27.02.2019

Friedrichsfeld Auf dem ehemaligen Standortübungsplatz Friedrichsfeld wurde am Dienstagnachmittag eine Bombe entschärft. Der amerikanische Fünf-Zentner-Sprengsatz war bereits bei Sondierungsarbeiten am Montag in einer Tiefe von etwa eineinhalb Metern gefunden worden. Am Dienstag wurde er dann von den Spezialisten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes unschädlich gemacht. Anschließend wurde er abtransportiert. Die Bombe wird nun fachgerecht entsorgt.

„Die Bombe war komplett erhalten“, sagte Hans Mohr vom Kampfmittelbeseitigungsdienst. Die Entschärfung verlief daher ohne Komplikationen.

Hans Mohr erklärt im Video Details zur Entschärfung:

Das passiert in Friedrichsfeld

Auf dem ehemaligen Standortübungsplatz Friedrichsfeld soll eine Ausgleichsfläche für den Bau der A 20 (Küstenautobahn) geschaffen werden. Da hierfür das Gebiet erheblich umgestaltet werden soll und das Areal einst militärisch genutzt wurde, muss vor Beginn der Arbeiten der Kampfmittelräumdienst das gesamte Areal untersuchen und räumen. Seit September ist das Gelände daher gesperrt.

Die Umgestaltung steht allerdings in der Kritik. Der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) kritisiert etwa, dass in Friedrichsfeld 75 Hektar Wald und Biotope zerstört werden, um eine Wiesenfläche für Bodenbrüter anzulegen. Der BUND bezweifelt, dass das gelingen wird. Es gab bereits Demonstrationen gegen die Arbeiten.

Anders als beim letzten Bombenfund in Friedrichsfeld musste nicht gesprengt werden. Die im November ausgegrabene 500-Kilogramm-Bombe hatte einen unberechenbaren Langzeitzünder, die jetzt gefundene einen einfachen Aufschlagzünder. „Wir haben die Zünder gereinigt und sie dann herausgedreht“, so Mohr.

Wer am Dienstagnachmittag dennoch einen Knall in der Nähe des alten Militärgeländes gehört hat, hat sich nicht getäuscht. Tatsächlich wurden noch mehrere kleine Sprengsätze – drei kleine deutsche Sprengbomben sowie eine 10,5 mm Artilleriegranate – gesprengt. Diese kleinen Sprengsätze seien für die Kampfmittelbeseitiger wesentlich gefährlicher als die großen Bomben, erklärte Mohr. „Davon liegt viel mehr herum und die Zünder sind meistens in einem viel schlechteren Zustand.“

Von der Fünf-Zentner-Fliegerbombe sei hingegen keine Gefahr ausgegangen. Nur, wenn sich jemand an den Zündern zu schaffen gemacht hätte, hätte es überhaupt zu einer Detonation kommen können.

Für die Entschärfung mussten in einem Umkreis von 1000 Metern rund um die Fundstelle die Anwohner ihre Häuser verlassen. Laut Verwaltung der Stadt Varel waren davon rund 120 Menschen betroffen, die zum Teil in der Turnhalle in Altjührden untergebracht wurden. Zudem wurden mehrere Straßen rund um den ehemaligen Standortübungsplatz für den Verkehr gesperrt.

Hans Mohr präsentiert den Zünder der Fünf-Zentner-Bombe. Bild: Hanraets
Video

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Christopher Hanraets Redakteur / Redaktion Varel
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