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NWZonline.de Region Friesland Gemeinden Varel

Jugendarbeit: Keine Mehrheit für Wiedereinstellung

27.10.2010

VAREL SPD und MMW-Fraktion sind mit ihrem Antrag gescheitert, die durch Altersteilzeit freigewordene Stelle im Jugendzentrum neu zu besetzen. Einen entsprechenden Antrag hatten sie gestellt (die NWZ  berichtete). Im zuständigen Fachausschuss für Jugend, Familie und Soziales, der jetzt unter dem Vorsitz von Kurt Klose (SDV) tagte, wurde der Antrag verworfen.

Zur Vorgeschichte: Ein Mitarbeiter im Jugendzentrum war in die Ruhephase der Altersteilzeit gewechselt. Die Stelle wurde nicht neu besetzt, stattdessen stellte die Stadtverwaltung das neue Konzept der Jugendarbeit vor, das eine stärkere Einbindung der Jugendlichen und den Einsatz von Honorarkräften vorsieht (die NWZ  berichtete). Wie die Verwaltung darlegte, war bei der Agentur für Arbeit kein Antrag auf Bezuschussung der Altersteilzeit gestellt worden (dann hätte die Verwaltung die Stelle neu besetzen müssen). Eingespart würde deshalb zunächst auch nichts.

Kein Zuschuss

Darüber zeigte sich Iko Chmielewski (MMW-Fraktionsvorsitzender) empört, der sich wegen dieser Auslegung der Altersteilzeit hintergangen fühlt: Man hätte vorher sagen sollen, dass man vorhabe, die Stelle nicht wieder zu besetzen, so Chmielewski: „Ich fühle mich betrogen“, erneuerte er seinen Vorwurf, dass „immer wieder Stunden für die Jugendarbeit gestrichen werden“. Für Jürgen Bruns (SPD) ist es nicht sinnvoll, auf die Zuschüsse der Agentur für Arbeit zur Altersteilzeit zu verzichten. „Wir nehmen uns die Chance, uns für die Jugend in Varel zu engagieren“, sagte Bruns. In dieser erneuten Debatte zur Jugendarbeit ging es nicht ohne verbale Rangeleien zu.

Peter Tischer (CDU) bemerkte zu Iko Chmielewski, der sich mehrfach in der Debatte äußerte: „Es ist fast so: Der liebe Gott weiß alles, aber Iko Chmielewski weiß es besser.“

„Wo ist Handlungsbedarf?“

Die Arbeit im Jugendzentrum werde ausgezeichnet gemacht, die Art von Sozialarbeit, die SPD und MMW offenbar vorschwebe (Straßensozialarbeit oder aufsuchende Sozialarbeit), sei aber Sache des Kreises. Dirk Brumund (CDU) und Claudia Rohlfs (SDV), aber auch der Ausschussvorsitzende Kurt Klose sowie Bernd Köhler und Rudi Böcker (alle SDV) fragten, wo denn in der Vareler Jugendarbeit Handlungsbedarf sei.

Erich Hillebrand (SPD) zeigte sich nach eigenen Worten bedrückt über die „heutige Diskussion. Ich würde der Jugendarbeit größeren Wert beimessen“. Mehr Personal könne die Aufgaben in der Jugendarbeit besser erledigen, erneuerte Bruns die SPD-Haltung. Karin Agostini (Grüne) ließ Sympathie für die Haltung der SPD und MMW erkennen. Das Angebot für Jugendliche ab zwölf Jahren sei schwach.

Bürgermeister Gerd-Christian Wagner rechtfertigte die Haltung der Stadtverwaltung. Aufsuchende Sozialarbeit sei Aufgabe des Kreises. Sowohl die beantragte Wiedereinstellung einer Kraft im Jugendzentrum wurde abgelehnt (bei drei Enthaltungen) als auch die Variante, den bisherigen Personalkostenansatz für die Jugendpflege im Haushaltsplan zu belassen (vier dafür: SPD, MMW und Grüne; fünf dagegen: SDV sowie CDU). Konsequenz einer Mehrheit wäre eine Änderung des Etats 2011 gewesen, er hätte nach den Worten von Wagner erhöht werden müssen.

Hans Begerow Leitung / Politik/Region
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