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NWZonline.de Region Friesland Gemeinden Varel

Hohe Geldstrafe nach riskantem Überholmanöver

06.09.2014

Varel /Oldenburg Wegen vorsätzlicher Straßenverkehrsgefährdung hat das Oldenburger Landgericht am Freitag einen 24 Jahre alten Mann aus Varel zu einer Geldstrafe von 1600 Euro und einer sechsmonatigen Führerscheinsperre verurteilt. Nicht betroffen von der Sperre ist der Treckerführerschein des Angeklagten. Der 24-Jährige arbeitet in der Landwirtschaft.

Mit dem gestrigen Urteil änderte die Oldenburger Berufungskammer eine frühere Entscheidung des Vareler Amtsgerichtes ab. Erstinstanzlich war der Angeklagte noch zu einer Geldstrafe von 2400 Euro und einer Führerscheinsperre von fünfzehn Monaten verurteilt worden. Und die Sperre bezog sich nach dem ersten Urteil auch auf den Treckerführerschein des Angeklagten.

Der 24-Jährige hatte sich im ersten Prozess völlig uneinsichtig gezeigt, was das deutliche Urteil offenkundig auch nach sich zog. Mit dem Strafmaß lag das Gericht noch über dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Die Tat, die dem Angeklagten zur Last gelegt wurde, war den Feststellungen zufolge aber auch mehr als dreist und gefährlich.

Allmorgendlich fährt der Angeklagte seine Freundin zu einer Schule in Varel, so auch am 19. November vergangenen Jahres. Kurz vor dem Schulgebäude befand sich damals eine Baustelle. Baustellenfahrzeuge parkten auf der rechten Fahrbahn. Pkw-Fahrer mussten diese überholen, um zur Schule zu kommen. Damals fuhren vor dem Angeklagten mehrere Fahrzeuge, die zum Überholen angesetzt hatten. Der 24-Jährige beschleunigte seinen Pkw und überholte nun seinerseits die überholenden Fahrzeuge. Dazu nutzte er komplett den Fuß- und Radweg. Ein Vater, der gerade sein Kind zur Schule gebracht hatte, konnte in letzter Sekunde noch zur Seite springen.

Gestern zeigte sich der Angeklagte einsichtig. Den festgestellten Sachverhalt räumte er ein, was sich strafmindernd auswirkte. Ihm ging es dann um den Treckerführerschein. Das Landgericht milderte das erste Urteil entsprechend ab. Der Umstand, dass der nicht vorbestrafte Angeklagte bereits seit längerer Zeit auf seinen Führerschein verzichten muss, hatte dann auch Auswirkungen auf die Dauer der Sperrfrist.