OBENSTROHE - Wer zu den regelmäßigen Besuchern oder Nutzern der Sporthalle in Obenstrohe zählt, wäre am Freitag doch einigermaßen überrascht gewesen. Abgedunkelt und durch Scheinwerfer erleuchtet, präsentierte sich das erste Drittel der Halle, deren Tribüne mit bunten Sitzkissen ausgestattet war. Ein Bock, wie man ihn aus dem Sportunterricht kennt (wenn man nicht gar an ihm verzweifelt war), bildete das Rednerpult. Und dort fand die kleine Premiere für Friesland statt: „NWZ im Dialog“ heißt die neue, regionale Veranstaltungsreihe, die Akteure aus Politik, Wirtschaft, Kunst und Kultur zusammenbringt.
Namens der NWZ -Geschäftsführung begrüßte Ulrich Gathmann unter den zahlreichen Gästen den Ersten Kreisrat Peter Wehnemann, die Bürgermeister Ewald Spiekermann (Bockhorn) und Gerd-Christian Wagner (Varel), Jevers Ehrenbürger Dr. Fritz Blume und Varels Ratsvorsitzenden Karl-Heinz Funke. Die Veranstaltung „dient dazu, jenseits der Routine Kontakte zu pflegen“, sagte Gathmann, „wir verstehen uns als ihre Freunde und Partner“, und gutnachbarschaftlich solle man zusammenhalten, auch um in Zeiten des Strukturwandels zu bestehen.
NWZ -Geschäftsführer Herbert Siedenbiedel leitete in den Vortrag des Gastredners Klaus-Dieter Fischer ein, der als einer der Geschäftsführer der Werder Bremen GmbH und Präsident vom (Breitensportverein) SV Werder Bremen über das soziale Engagement der Werderaner sprach.
Anschließend gab das reichlich Gesprächsstoff unter den Gästen, die – ob Werder-Anhänger oder nicht – eine Menge Details über Werder Bremen erfuhren, die noch nicht bekannt oder weitgehend unbekannt waren. Und nicht wenige nutzten die Gelegenheit zum Gespräch mit dem Werder-Geschäftsführer wie Christa Rademacher, Vorsitzende der „Bahner“ aus Neuenburg, die erfuhr, dass sich Werder nicht nur sozial, sondern auch kulturell engagiert. Auch Erster Kreisrat Peter Wehnemann, der beim TuS Varel das Fußballspielen gelernt hatte, fand in Fischer einen angenehmen Gesprächspartner, der über das Projekt „100 Schulen – 100 Vereine“ berichtete. Mehrere Vereine und Schulen aus der Region sind daran beteiligt.
Andere nutzten Fischers Anwesenheit und sprachen den Manager auf soziale Projekte an. „Friesenhörn“-Kurklinik-Geschäftsführer Thomas Bruns erkundigte sich nach Besuchsmöglichkeiten und erfuhr, dass Kinder der Kurklinik Werder Bremen mal besuchen dürfen. Auch sei ein Zusammentreffen von Werder-Spielern mit Kindern der Kurklinik nicht ausgeschlossen. Und Josef Blöchl, Flugbetriebsleiter von Wiking-Helikopter in Sande, sowie Kürschnermeister Wolfgang Bräunlich sprachen Fischer auf den Adventskalender des Lions-Clubs Varel an, den Blöchl organisiert. Fischer versprach einen Autogrammball als Gewinn für den Kalender, dessen Erlös der Jugend der Region zugute kommt.
Fischer gab eine kurze Definition für das soziale Engagement des Vereins: „SV steht für soziale Verantwortung.“ In zwei Wochen werden Werder-Spieler übrigens das in der Region dokumentieren und an der Integrierten Gesamtschule Wilhelmshaven für das Anti-Rassismus-Projekt werben, für das Werder sich engagiert. Mit dabei sind dann die Spieler Naldo, Frank Baumann, Jurica Vranjes und Peter Niemeyer, verriet Fischer.
Auch nach der Veranstaltung „NWZ im Dialog“ in der Sporthalle Obenstrohe ging es für den Werder-Geschäftsführer gleich weiter zu einem Schulprojekt. Ein Dankeschön gab es auch, die NWZ -Geschäftsführer Ulrich Gathmann und Herbert Siedenbiedel überreichten Werder-Geschäftsführer Klaus-Dieter Fischer den Gutschein für eine halbe Anzeigenseite in der NWZ , den Werder Bremen nach seinen Vorstellungen und für seine (sozialen) Zwecke einsetzen kann. Und über den grün-weißen Blumenstrauß freue sich nicht nur seine Frau, verriet Fischer.
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