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NWZonline.de Region Friesland Gemeinden Varel

Rente reichte nicht: Schatzmeister griff zu

24.10.2014

Varel Zu einer Freiheitsstrafe von 18 Monaten auf Bewährung wegen Untreue hat das Schöffengericht Varel einen 70-Jährigen verurteilt. Das Gericht war zu der Überzeugung gekommen, dass der Angeklagte als Schatzmeister von drei Vareler Vereinen in den Jahren 2009 bis 2014 in 66 Fällen Vereinsvermögen veruntreut hatte. Dabei war ein Schaden von mehr als 100 .000 Euro entstanden. Das Gericht gab dem Angeklagten außerdem die Zahlung einer Geldbuße in Höhe von 1800 Euro auf. Mit dem Urteil war das Schöffengericht noch über den Antrag der Staatsanwaltschaft hinausgegangen. Die hatte eine Bewährungsstrafe von 16 Monaten gefordert.

Der Angeklagte hatte die ihm zur Last gelegten Straftaten vor Gericht in vollem Umfang eingeräumt. Er hatte auch dafür gesorgt, dass der Schaden, der den Vereinen entstanden war (darunter der Förderkreis Waisenstift), wieder ausgeglichen wird. Motiv für die Untreue-Taten war die Rente, die nicht reichte, um den Lebensstandard zu halten, den er noch in seiner aktiven Arbeitszeit hatte. So begann der Schatzmeister 2005 damit, Geld von Vereinskonten auf sein Konto zu überweisen. Gegenüber den Kassenprüfern der Vereine deklarierte er das als Abbuchungen auf das Sparbuch des jeweiligen Vereins. Keiner der Kassenprüfer verlangte jemals die Sparbücher zu sehen. Da der Angeklagte den Schaden reguliert hatte, setzte das Schöffengericht die Freiheitsstrafe zur Bewährung aus.

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