Varel - Die Zahl der an einem Schlaganfall erkrankten Leute nimmt Jahr für Jahr zu. Um den Betroffenen zu helfen, gibt es die 1998 ins Leben berufene Selbsthilfegruppe Schlaganfall in Varel. Dazu gehören auch Herbert und Beate Drewes. Sie machen auf die Gruppe aufmerksam, denn: Die Teilnehmerzahl ist von 23 auf 11 gesunken.
„Nicht nur Ältere erkranken, auch Jüngere sind zunehmend wegen der vielfältigen Arbeits- und Umfeldbelastungen betroffen“, berichten die Betroffenen aus Erfahrungen in Krankenhäusern und Rehakliniken. Weil sie von der Bedeutung aktiver Selbsthilfe und den damit verbundenen Gemeinsamkeiten zutiefst überzeugt sind, setzen sich die beiden Eheleute für den Erhalt der Selbsthilfegruppe und das Gewinnen neuer Freunde mit aller Kraft ein.
Auch in dieser Selbsthilfegruppe – sie trifft sich jede zweiten Dienstag im Monat ab 15 Uhr im DRK-Haus in Varel – stehen nicht die Erkrankungen im Vordergrund der Gespräche. „Raus aus den eigenen vier Wänden und so viel mitmachen wie möglich“, rät Herbert Drewes, der selbst vor einigen Jahren erkrankt ist. Schon die nette Kaffeerunde sei eine „tolle Therapie“.
Für die Zukunft wünscht sich die Vareler Selbsthilfegruppe und ihr Sprecher Herbert Drewes „möglichst viele Interessenten an unserer ehrenamtlichen Arbeit“. An die Mediziner haben sie ebenfalls einen Wunsch: „Mehr Aufmerksamkeit für die Aufgaben und die Tätigkeit der Selbsthilfegruppen.“ In diesen Wunsch bezog Drewes die Unterstützung durch Therapeuten etwa durch das Anbieten von Vorträgen und Informationsmöglichkeiten ein.
Wer sich für die Selbsthilfegruppe „Schlaganfall“ interessiert, der kann beim Ehepaar Drewes unter Telefon 04451/2985 oder bei der KISS in Varel (Tel. 04451/914646) oder in Jever (04461/93020) sowie per E-Mail an kiss-friesland@paritaetischer.de weiteres Wissenswerte erfahren.
