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NWZonline.de Region Friesland Gemeinden Varel

Das antwortete Varels Bürgermeister den NWZ-Lesern

26.07.2018
Frage: Dorothee Kempermann: Weshalb sieht der Schlossplatz in Varel so unschön aus? Mit ein paar Blumen wäre da schon viel gemacht – siehe Westerstede . . .
Wagner: Ich erlebe den Schlossplatz als einen lebendigen Ort, der von den Varelern gut angenommen wird. Der Platz bietet Raum für viele Veranstaltungen und ist auch deshalb mit Bürgerbeteiligung so großzügig gestaltet worden. Blumen in der Innenstadt sind immer eine schöne Sache. Ich begrüße daher zum Beispiel ausdrücklich die Initiative von Geschäftsleuten in der Innenstadt, die dortigen Beete zu bepflanzen und zu pflegen. Vielleicht könnte am Schlossplatz etwas Ähnliches entstehen?
Frage: Peter Götz: Ich hatte einen Antrag auf Verbesserung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) gestellt. Ist das in Bearbeitung und wie ist es in Zukunft möglich, den ÖPNV zu stärken?
Wagner: Der Landkreis stellt gerade mit Hilfe der Kommunen einen Nahverkehrsplan auf. Hier werden wir zeitnah in den Ausschüssen berichten und diskutieren. Ich hatte im Ausschuss die Wichtigkeit schon unterstrichen.
Frage: Heinz-Jürgen Niklas: Beim Lokschuppen Am Grashof wurde eine Beton-Schikane in die Straße gebaut (Kosten 20 000 bis 30 000 Euro). Bei der Schule in Büppel wurden günstigere Gummi-Schikanen eingebaut. Warum würde Am Grashof diese kostengünstigere Variante nicht auch gewählt?
Wagner: Wir haben mit den betroffenen Bürgern am Grashof viele Diskussionen geführt. Sie wollten eine solche Lösung, die dann über die Erschließungsmaßnahme abgerechnet wurde. Im Ausschuss wurde dieser Erstausbau dann auch öffentlich beschlossen.
Frage: Eberhard Arbeiter: Was tut die Stadt, um neue Grünanlagen und neuen Baumbestand anzupflanzen?
Wagner: Die Stadt hat gerade in jüngster Zeit viele Bäume gepflanzt, zum Beispiel im Gewerbegebiet, im Wullenbergsweg, an der Ahrensberger Straße. Gerade jetzt in den heißen Sommermonaten muss aber auch gewährleistet werden, dass ausreichend gegossen wird, damit die Bäume überleben. Allein damit sind zwei Mitarbeiter des Stadtbetriebes aktuell ausgelastet. Die Kapazitäten und Möglichkeiten des Stadtbetriebes muss ich als Bürgermeister bei allen sinnvollen Wünschen auch berücksichtigen.
Frage: Dr. Sebastian Steffens: Die Stadt hat mehrmals ihr Interesse an Blühwiesen und anderen Formen der Naturerhaltung zum Ausdruck gebracht, hat selbst aber wenig Flächen dafür. Wie könnte die Stadt ihre Bürger bei privaten Initiativen unterstützen, zum Beispiel bei der Umwandlung von bisher landwirtschaftlich genutzten privaten Flächen in Blühwiesen oder Feuchtbiotope? Eventuell bei den Genehmigungen oder durch finanzielle Förderung?
Wagner: Die Stadt ist auch in diesem Bereich aktiv. So wird in der ehemaligen Friesland-Kaserne noch in diesem Jahr eine etwa 5000 Quadratmeter große naturnahe Wiese angelegt werden. Unser Baufachbereich ist meines Erachtens sehr bestrebt, Initiativen zu unterstützen. Niemand wird gehindert, Blühwiesen anzulegen. Im Gegenteil, gerne sind wir mit Rat zur Stelle.
Frage: Jürgen Niemeyer: Es fehlen öffentliche WC-Anlagen vor allem am Wald und am Hafen. Werden dort demnächst welche gebaut?
Wagner: Am Hafen haben wir mit dem Wassersportverein eine Regelung, dass die Toiletten genutzt werden können. Die Initiative „Nette Toilette“ hat schon Entspannung gebracht. Dafür sind wir den Gastronomen sehr dankbar. In der Nähe des Stadtwaldes befinden sich öffentlich zugängliche Toiletten beim Kreisdienstleistungszentrum, beim Friedhof, bei Famila. Im Übrigen hilft doch jeder Mensch in solch einer Extremsituation weiter, zum Beispiel beim Altersheim Simeon und Hanna oder im Tivoli.
Frage: Erika Kaiser: Ist es möglich, die Toiletten am Bahnhof auch werktags nach 18 Uhr und am Wochenende generell zu öffnen?
Wagner: Das Bahnhofsgebäude ist nicht im Besitz der Stadt, sondern steht in Privatbesitz. Hier haben wir eine Regelung mit dem Eigentümer des Bahnhofes, dass Bahnreisende während der Öffnungszeiten der im Gebäude ansässigen Betriebe (Reisebüro) die Toiletten benutzen können. Eine Öffnung außerhalb der Geschäftszeiten führt aber erfahrungsgemäß leider zu Verschmutzungen und Vandalismus. Reisende könne aber die Toiletten in den Zügen nutzen.
Frage: Gertrud Buß: Im Freibad Am Bäker wird nachmittags im Beckenbereich Shisha geraucht wird. Neben krebserregenden Stoffen muss dazu auch glühende Kohle verwendet werden. Ist das bei trockenem Wetter und in Anwesenheit kleiner Kinder zu vertreten?
Wagner: Ich meine nein. Wir werden mit unserem Aufsichtspersonen sprechen und diese entsprechend anweisen. Allerdings stoßen wir auch hier an Kapazitätsgrenzen. Das Personal hat natürlich zuallererst die Badeaufsicht sicherzustellen.
Frage: Edelgard Niemeyer: Ist es möglich, den Vareler Wald durch einen Trimm-Dich-Pfad mit Outdoor-Sportgeräten sowie einer Finnenbahn für Läufer und Jogger attraktiver zu machen?
Wagner: Einen solchen Trimm-Pfad hatten wir schon einmal. Ich hatte im Rahmen der ersten Gespräche zum Sportstättenentwicklungskonzept solche Ideen eingebracht. Ich werde diese Idee weiter verfolgen und würde sie auch zum Beispiel bei Kinderspielplätzen in die Diskussion einbringen, um diese besser zu nutzen.
Frage: Marion Richter: Wann wird die verschmutzte Pflasterung in der Innenstadt wie versprochen gereinigt?
Wagner: Die Pflasterung wird turnusmäßig gereinigt. Ebenso wird die von der Stadt Varel angeschaffte Reinigungsmaschine (Gum Bluster) zum Entfernen von Kaugummiresten nach Bedarf regelmäßig benutzt. Dies ist ca. einmal monatlich der Fall.
Frage: Reinhard Richter: Werden vom Gartenamt Glyphosat oder Pestizide eingesetzt?
Wagner: Der Leiter des Stadtbetriebes hat mir versichert, dass dies nicht verwendet wird. Wir setzen auf Jäten und Wildkrautbürsten, was allerdings zeit- und arbeitsintensiver ist.
Frage: Maria Landvogt: Wie setzen Sie sich dafür ein, dass die Rennstrecke „Zum Jadebusen“ beginnend in Langendamm entschärft wird?
Wagner: Es wird nicht nur in Richtung Dangast zu schnell gefahren. Das Verhalten vieler Verkehrsteilnehmer ist als rücksichtslos zu bezeichnen. Regeln werden nicht beachtet. Gegenseitige Rücksichtnahme ist unbekannt. Neben Kontrollmaßnahmen ist insbesondere an die Vernunft der Verkehrsteilnehmer zu appellieren.
Frage: Dorothee Kempermann: Was tun Sie, damit die Radwege auf dem Weg nach Dangast saniert und ausgebaut werden?
Wagner: Schadhafte Stellen werden behoben. Ein Ausbau wäre eine Sache des Landkreises, da es sich bei der Straße Zum Jadebusen um eine Kreisstraße handelt. Hier würde mich die Meinung von Frau Kempermann interessieren, an welchen Stellen Sie sich einen Ausbau wünscht.
Frage: Rainer Eckert: Am Parkplatz am Weltnaturerbeportal wächst die für Allergiker schwer verträgliche Beifuß-Ambrosie und an anderen Stellen viel Unkraut. Wie oft wird dieses entfernt? Zudem gibt es Stolperfallen in den gut frequentierten Bürgersteigen. Werden diese kontrolliert?
Wagner: Die Beete auf dem Parkplatz werden im Vier-Wochenmodus bearbeitet. Wir nehmen den Hinweis von Herrn Eckert gerne auf und werden nachschauen, wo die Beifuß Ambrosia wächst und die Pflanzen entfernen. Wegen der Stolperfallen haben wir zwei Pflasterer eingestellt, die ihre Arbeit gerade aufgenommen haben. Sie sollen in den nächsten Jahren genau solche Fallen beseitigen, wobei damit natürlich nicht jede kleine Erhebung gemeint sein kann. Gerne kann man mir Bilder zusenden.
Frage: Kai Schmidt: Kann die Stadt darauf einwirken, dass größere Läden wie zum Beispiel H&M, C&A oder New Yorker sich in der Innenstadt ansiedeln? Das wäre gut für die Jugend . . .
Wagner: Die Stadt bemüht sich seit Jahren, entsprechende Ansiedlungen zu unterstützen. Leider kommen solche Läden inzwischen nur noch in größere Städte, die über mehr Einwohner verfügen als Varel. Die Rahmenbedingungen hat die Stadt geschaffen, ich kann als Bürgermeister aber keine Unternehmen zur Ansiedlung zwingen.
Frage: Eberhard Arbeiter: Varel benötigt einen zweiten Drogeriemarkt. Doch anscheinend ist die Stadt aufgrund einer Verträglichkeitsstudie nicht daran interessiert. Wirken Rossmann und Famila darauf ein?
Wagner: In der Innenstadt hätte die Stadt Varel keine Möglichkeiten und auch kein Interesse, einen zweiten Drogeriemarkt zu verhindern. Wir leben in einer freien Marktwirtschaft. Famila würde gerne einen Drogeriemarkt auf ihrem Gelände platzieren. Dies wird aber von der IHK zum Schutz der Innenstadt nicht befürwortet. Ich selber glaube auch nicht, dass dies eine gute Entwicklung für Varel und die Innenstadt wäre.
Frage: Heiko Prull: Die Verwaltung der Stadt könnte mit Übernahme der Baulast das Verkehrsproblem der Oldenburger Straße lösen, zum Beispiel durch Umleitung des Verkehrs über die Autobahn oder den Sumpfweg. Gibt es dazu Planungen?
Wagner: Die Übernahme der Baulast wäre eine große finanzielle Belastung der Stadt, die auch in den Gremien diskutiert wurde. Planungen hierzu sind nicht existent.
Frage: Heiko Prull: Wie stehen Sie persönlich zur Verlegung der B 437?
Wagner: Für mich ist der Verkehr der Bundesstraße extrem belastend. Insbesondere die Lärmentwicklung ist nicht mehr hinnehmbar. Ich glaube, dass der Jade-Weser-Port noch viel mehr Verkehr durch Varel führen wird. Hier ist jetzt die Bundesfernstraßenverwaltung gefordert, die Planungen für eine Ortsumgehung zu beginnen, so wie es der Bundesverkehrswegeplan vorsieht. Als Bürgermeister werde ich aber darauf achten, dass wir in einem umfassenden Meinungsbildungsprozess alle Argumente in diese für die Stadt so wichtige Entscheidung einfließen lassen.
Frage: Heiko Prull: Gibt es Planungen über eine zweite Zuwegung zum Ort Dangast und zum Campingplatz ohne Zufahrt über die Edo-Wiemken-Straße?
Wagner: Ideen gibt es viele, konkrete Planungen aber nicht. Ich glaube, dass wir intelligente Lösungen gemeinsam entwickeln müssen – zeitlich und personenspezifische Zufahrtsbeschränkungen, Parken vor dem Ort, oder besser schon weit früher. Dabei halte ich durchaus Verkehrsversuche für sinnvoll. Versuch macht hier meines Erachtens klug, beziehungsweise klüger. Die Ideenanstöße könnten mit der Diskussion um das Verkehrskonzept angeschoben werden.
Frage: Wolfgang Albers: Glauben Sie noch daran, dass der Bahnhof wie angekündigt Weihnachten 2018 barrierefrei ist?
Wagner: Die Bahn wird uns da enttäuschen. Sie strebt an, den Übergang abzureißen und nutzt die Barrierefreiheitsdiskussion für ihre Interessenlage. Mit dem Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege und Niedersachsens Minister für Wissenschaft und Kultur positionieren wir uns hier gemeinsam. Die Bahn soll endlich zu Ihrem Wort stehen und die Bahnsteigbrücke anheben – wie vom Eisenbahnbundesamt ganz klar vorgeschrieben. Zum restaurierten Bahnhofsgebäude gehört auch der restaurierte Übergang.
Frage: Marlene Bohm: Die Rutsche auf dem Altjührdener Spielplatz weg ist. Soll er komplett erneuert werden oder wird er derzeit unauffällig zurückgebaut?
Wagner: Die Rutsche ist aus Verkehrssicherungsgründen abgebaut worden und soll ersetzt werden.
Frage: Klaus Tönjes: Warum bewirtschaftet ein Privatunternehmen die Parkplätze am Krankenhaus und macht Profit, wenn die Stadt den Parkplatz am St.-Johannes-Hospital auch kostenfrei anbieten könnte? Oder ist die Stadt an den Einnahmen beteiligt?
Wagner: Die Stadt ist kein Eigentümer der Parkplatzflächen und auch nicht an den Einnahmen beteiligt. Schön wäre es, wenn über eine Park-App bezahlt werden könnte. Dies würde viel vereinfachen.
Olaf Ulbrich
Redaktionsleitung Varel
Redaktion Friesland
Tel:
04451 9988 2501

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