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NWZonline.de Region Friesland Gemeinden Varel

„Der Gemeinnützige“: Das Ende eines Patrizierhauses

08.09.2018

Varel Am 13. Juli 1818 erschien in Varel die erste Ausgabe des „Gemeinnützigen“. In den darauffolgenden Jahrzehnten und Jahrhunderten begleitete die Zeitung die Menschen in und um Varel. Die NWZ feiert den 200. Geburtstag mit vielen Gewinnspielen und Aktionen - und blickt zurück in die 200-jährige Geschichte des „Gemeinnützigen“.

8. September 1832

Vor mutwilligen Zerstörungen warnte „Der Gemeinnützige“ am 8. September 1832: „Die häufigen Beschädigungen, welche hieselbst an Brücken und deren Geländern, so wie an den öffentlichen Wegen ausgestellten Warnungstafeln verübt werden, veranlassen das Amt, die Bestimmung im Art. 465 des Strafgesetzbuchs in Erinnerung zu bringen, wornach solche Beschädigungen mit Gefängniß von acht Tagen bis zu sechs Monaten, oder nach Beschaffenheit der Umstände mit verhältnißmäßiger körperlicher Züchtigung zu strafen sind. Eltern und Herrschaften werden wohl thun, ihre Kinder und Dienstboten demgemäß ernstlich zu warnen, um so mehr noch, da sie selbst den Umständen nach für dergleichen Frevel verantwortlich gemacht werden können und die strengste Aufsicht in dieser Hinsicht angeordnet worden ist.“

8. September 1892

An die Insel Arngast erinnert die Meldung vom 8. September 1892: „Die Nachrichten verschiedener Zeitungen, daß der Jadebusen verengt und somit der Ebbestrom in engeren Grenzen gehalten werden soll, beruhen, so schreibt die „Wes. Ztg.“, auf einem Irrtum. So wurde unlängst geschrieben, daß die Insel Arngast durch einen Schlengendurchschlag mit dem Festlande verbunden werden soll. Von den Architekten der oldenburgischen Regierung ist obiger Vorschlag gemacht; die preußischen Architekten waren dagegen der Meinung, je mehr Fläche, desto geringer ist die Gefahr der Verschlammung. Da nach dem Reichsgesetz Oldenburg sich fügen muß, so ist also fortan jegliche Schlengenarbeit im Jadebusen aufgehoben. Die Insel Arngast ist, wie auch die oberahnischen Felde, dem Untergange preisgegeben. – So ist es auch passiert –Arngast versank 1904/1905.

11. September 1923

aum vorstellbar: Hundeschlachtungen, über die „Der Gemeinnützige“ am 11. September 1923 unter „Vermischtes“ auf die Ernährungsprobleme in Deutschland hinwies: „Bei den beschaupflichtigen Hundeschlachtungen ist eine Zunahme erfolgt. Während im zweiten Vierteljahr 1913 nur 1177 Hunde geschlachtet wurden, hat sich die Zahl im zweiten Vierteljahr 1922 auf 2414 Schlachtungen erhöht und ist im gleichen Zeitraum dieses Jahres auf 4502 Schlachtungen gestiegen. Auch ein Zeichen von Deutschlands Ernährungsschwierigkeiten. In Preußen kamen Hundeschlachtungen hauptsächlich vor in den Provinzen Niederschlesien und Sachsen, außerdem im Freistaat Sachsen, Baden, Württemberg, Thüringen und Anhalt.

11. September 1973

Nur 63 Jahre stand das herrschaftliche Haus, über dessen Abriss „Der Gemeinnützige“ am 11. September 1973 berichtete: „Volksauflauf, Polizeischutz und aufwirbelnder Staub machten die Passanten in der Zeteler Bahnhofstraße auf einen Hausabbruch aufmerksam. Eine hiesige Baggerfirma war damit beschäftigt, das im Patrizierstil errichtete, zweistöckige Wohnhaus, das von Emil Janßen im Jahre 1909 gebaut wurde, abzureißen. Vom Garten her wurde das Haus „ausgehöhlt“, mit kräftigen Seilen dann eingerissen. Dieses Haus muß einem Geschäftsneubau weichen, der an der gleichen Stelle errichtet werden soll. Der Heimatverein von Zetel nahm diese Aufnahmen vom Haus Bahnhofstraße 14 in die Chronik des Vereins auf zur Erinnerung für spätere Tage.“

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