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NWZonline.de Region Friesland Gemeinden Varel

Dieses Auto ist älter als die fünf Mitfahrer zusammen

16.07.2018

Varel /Bohlenbergerfeld Der Ford Baujahr 1917 von Wilhelm Papen hat mehr Jahre auf dem Buckel als die fünf Kinder zusammen, die drin saßen: „Sie waren hellauf begeistert“, freute sich der Vorsitzende der Oldtimer-Interessengemeinschaft Varel. Er und seine Vereinskollegen in weiteren historischen Autos chauffierten am Samstag 24 Jungen und Mädchen aus Tschernobyl durch Varel und die Friesische Wehde.

Vier Wochen Erholungsurlaub verbringen bedürftige Kinder aus Weißrussland zurzeit an der Nordseeküste und haben bei Aktionen wie Bowling, Freibad, Kletterwald und Inselbesuchen viel Spaß. Sie weilen auf Einladung des Vereins „Kinder von Tschernobyl Friesland-Wilhelmshaven“ in Schillig. Heidrun Lichterfeld, Dieter Leistner und Toni Schiffer organisieren mit vielen Helfern und Gasteltern den Aufenthalt.

„Na, wie das wohl wird?“, fragte sich der pädagogische Mitarbeiter des Schulmuseums Bohlenbergerfeld als er hörte, dass er die Erlebnissschulstunde mit russisch sprechenden Kindern abhalten soll. Alle „Schüler“ bekamen zeitgenössische Kleidung und einen alten deutschen Vornamen.

Der strenge Lehrer im dunklen Anzug bewunderte die Disziplin seiner Schüler. „Solch einen Respekt erlebe ich selten“, meinte er. Der „Unterricht“ klappte dank einer Dolmetscherin recht gut, und die angedeuteten Bestrafungen mit dem Rohrstock sorgten für eine gewisse ungläubige Heiterkeit.

Der Museumsbesuch war nur ein Teil eines aufregenden Tages für die Kinder. Sie hatten sich an der Vareler Windmühle getroffen. Dort warteten viele alte Autos der Oldtimer-Interessengemeinschaft. Nach dem Bestaunen dieser auf Hochglanz polierten Karossen durften die Kinder sogar einsteigen – und los ging die Rundfahrt.

Erster Halt war bei der Eisdiele am Vareler Hafen, wo Marika von Seggern allen die süße Leckerei spendierte. Dann ging es nach Bohlenbergerfeld. Unterwegs winkten die Kinder fröhlich den vielen Passanten zu, die den Tross der über 20 schmucken Fahrzeuge bewunderten.

Nach dem Unterricht gab es schon wieder ein Eis im Museumscafé, dann wurde der Spielplatz auf dem Schulhof ausgiebig genutzt. „Die Bewegung an der frischen friesischen Luft tut der Gesundheit der Kinder gut“, meinten die Betreuerinnen Nastja Garbuzowa und Olga Doroschewa – und sie machte auch hungrig. So stürzten sie sich bei der Rückkehr zur Mühle auf das inzwischen bereitgestellte Grillbüfett.

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