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Eduard Heinen: Ingenieur mit Weitblick

14.04.2021

Varel Eduard Heinen (1867 - 1918) war der Sohn von Anton Heinen, der 1856 in Varel die erste Messinggießerei im Oldenburger Land gegründet hat. 1861 wurde sie zur Eisengießerei, in der der Grundstock für die spätere Tabakmaschinenproduktion gelegt wurde.

Mit der Geschäftsübernahme durch den Gründersohn Eduard Heinen Ende des Jahres 1894 trat das Unternehmen in eine neue Ära ein. Mit einer Energie, die der seines Vaters in nichts nachstand, baute der Ingenieur Eduard Heinen das Unternehmen zu einer der marktführenden Tabakmaschinenfabriken aus.

In aller Welt

Unermüdlich suchte und fand er neue Abnehmer, und auf seinen vielen Reisen ins Ausland knüpfte er ein weit verzweigtes Netz an Geschäftsverbindungen. Vareler Tabakmaschinen arbeiteten in Holland, Belgien, Spanien, Südamerika, Russland und vielen anderen Ländern.

1906 war das „Personal“, wie man damals sagte, auf 80 Mitarbeiter angewachsen, bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges stieg es auf 150 Mann. Gearbeitet wurde um 1900 zehn Stunden am Tag und an sechs Arbeitstagen in der Woche.

Der Ausbruch des Ersten Weltkrieges traf die Firma Heinen mit einem vernichtenden Schlag. Die Exportgeschäfte brachen zusammen. Von den 150 Beschäftigten wurden alle wehrfähigen Männer zum Militärdienst eingezogen. Auch Eduard Heinen meldete sich 1914 im Alter von 47 Jahren zum Kriegsdienst als Reserveoffizier, die Firma wurde geschlossen. Im Frühjahr 1915 wagte der frühere Prokurist Heinrich Taddicken einen Neuanfang und übernahm die Leitung des Betriebes.

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Zutiefst erschüttert

Am 14. Juli 1918 traf eine Nachricht ein, die die Firma zutiefst erschütterte: Eduard Heinen war in der Nähe von Reims in Frankreich gefallen. Seine Frau Bertha – vor die Wahl gestellt, die Firma zu verkaufen oder weiterzumachen – fasste den Entschluss, das Unternehmen im Name ihrer Familie aufrechtzuerhalten.

Traute Börjes-Meinardus Varel / Redaktion Friesland
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