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NWZonline.de Region Friesland Gemeinden Varel

Geschichte: Flugzeuge warfen 1052 Bomben

21.11.2017

Varel Am 24. März 1945 war der südliche Teil des Landkreises Friesland von den alliierten Begleitoperationen im Rahmen der Rhein-Überquerung betroffen: Die 8. USAAF (United States Army Air Force) startete ihre Mission No. 911 und flog am frühen Morgen mit über 1000 schweren viermotorigen Bombern und einer entsprechenden Anzahl von Begleitjägern Luftangriffe gegen 14 west- und nordwestdeutsche Militärflugplätze.

Darunter war auch der seit 1937 bestehende Fliegerhorst der deutschen Luftwaffe in Varel-Friedrichsfeld. Der Luftangriff auf Varel-Friedrichsfeld ist durch vielerlei Quellen gut dokumentiert: Beteiligt am Angriff waren drei sogenannte Bombardement Groups (Bombergruppen) der 8. United States Army Airforce, wobei von den vorgesehenen 91 Bombern genau 88 ihr Ziel fanden.

Den größten Teil stellte die 486th Bombardement Group, die vom englischen Heimatflughafen in Little Walton Field abhob.

Die zweite Bombergruppe war die auf dem englischen Flugplatz Eye stationierte 490th Bombardement Group, dazu kam die 493rd Bombardement Group ─– Spitzname „Helton’s Hellcats“ – vom Heimatflughafen in Debach (England).

Die viermotorigen B-17-Bomber näherten sich Friedrichsfeld aus südlicher Richtung, kurz vor Beginn der Bombenabwürfe wurden Ziel-Markierungsbomben, helle schwebende Leuchtbomben, abgeworfen. Die Bomber warfen dann, in der Gegend von Altjührden-West beginnend, von 9.33 Uhr bis 9.41 Uhr ihre Bombenlast auf das Flugplatzgelände und die unmittelbare Umgebung. Insgesamt wurden – so die Berichte der Amerikaner – 1052 Bomben auf das Gebiet abgeworfen.

Nach dem Abflug wurde am Boden Bilanz gezogen: Während die deutsche Zivilbevölkerung und auch die auf dem Fliegerhorst stationierten Wehrmachtseinheiten keine Verluste meldeten, starben in der näheren Umgebung des Zieles drei Ausländer: Nikolaus Alexandrov, 21 Jahre alt, sowie lwan Okunew, 17 Jahre alt, beide sowjetische Staatsbürger, und beide im Beerdigtenverzeichnis als „SS-Zögling“ bezeichnet, sowie der polnische Arbeiter Josef Schpak, 51 Jahre alt.

Sie wurden auf dem Friedhof Varel bestattet, ihre Gräber existieren noch („Kriegsgräber“). Der Begriff „SS-Zögling“ könnte bedeuten, dass es sich um zwei aus der UdSSR zur „Germanisierung“ in deutsche „Pflegefamilien“ ins Reichsgebiet verschleppte Jugendliche handelte. Genaueres war aber bisher dazu nie herauszubekommen.

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