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NWZonline.de Region Friesland Gemeinden Varel

Hurra, hurra, die Schule bleibt!

04.12.2019

Varel /Obenstrohe Die Schließung der Oberschule Obenstrohe ist vom Tisch. „Wir haben uns entschieden, die Beschlussvorlage zurückzuziehen“, sagte Frieslands Landrat Sven Ambrosy am Dienstagnachmittag bei einem Pressegespräch in Varel. Man wolle versuchen, die Schule zu erhalten. Mit der Zurücknahme der Beschlussvorlage ist die Schließung der Oberschule nicht mehr Thema auf den Tagesordnungen der politischen Gremien.

Ein Grund zu allzu großer Euphorie sei diese Entscheidung laut Ambrosy aber nicht. „Die Zahlen sind unverändert. Wenn wir nicht möchten, dass die Schule irgendwann ausläuft, muss sich etwas ändern“, so der Landrat. „Sich einfach darauf zu verlassen, dass es schon gut geht, kann nicht die Lösung sein.“

Neue Konzepte gefragt

Jetzt seien Schulleitung und Elternvorstände gefragt, neue Konzepte zu entwickeln, wie die Schule erhalten bleiben kann. Denkbar wären zum Beispiel Kooperationen. „Wichtig ist, dass wir beide Oberschulen im Blick behalten und nicht eine Entscheidung zu Lasten einer anderen Schule treffen. Nur durch enge Absprachen kann eine Lösung gelingen“, sagte Ambrosy. Den Schulbezirk Büppel wieder der Oberschule in Obenstrohe zuzurechnen, wäre demnach keine Lösung. „Unsere Bitte wäre, dass sich alle Beteiligten jetzt zusammensetzen und gemeinsam Lösungen erarbeiten.“ Andernfalls müsse man damit rechnen, dass die gleiche Diskussion in einigen Jahren wieder von vorne beginne.

Zudem seien im Haushaltsentwurf der Kreisverwaltung für das Jahr 2020 500 000 Euro für die Sanierung des Schulstandorts Obenstrohe eingeplant. 2021 könnten bereits Sanierungsarbeiten beginnen, vorausgesetzt, bis dahin gebe es ein trag- und genehmigungsfähiges Konzept für die Oberschule.

Marcus Dammann vom Elternrat der Oberschule Obenstrohe zeigte sich am Dienstagnachmittag von der Entscheidung überrascht und erleichtert: „Mir ist wirklich eine Last von den Schultern gefallen. Ich habe nicht daran geglaubt, dass unsere Schule noch gerettet wird“, sagte er im Gespräch mit dem „Gemeinnützigen“. Nach den Wochen, die er, seine Mitstreiter und die Schüler in den vergangenen Wochen für die Schule gekämpft haben, sei er einfach nur dankbar für die Entscheidung. „Es hat sich gelohnt. Wir werden mit der Politik zusammenarbeiten, wie es weitergehen soll.“

Fünf Wochen Debatte

Ende Oktober war bekannt geworden, dass die Oberschule Obenstrohe geschlossen werden soll. Schon ab dem nächsten Schuljahr, so der Plan, sollten Schüler nur noch an der Oberschule an der Arngaster Straße in Varel angemeldet werden können. Die Vorlage dazu wurde in dem nichtöffentlich tagenden Arbeitskreis Schulentwicklung erarbeitet. Grund waren die geringen Schülerzahlen, die der Oberschule nur eine knappe Zweizügigkeit ermöglichen.

Nach Bekanntwerden der Pläne wollten viele Schüler der Oberschule und deren Eltern die Schließung nicht einfach hinnehmen. Mehrmals protestierten die Schüler mit Plakaten für den Erhalt ihrer Schule.

In der Debatte ging es auch um die Zukunft der Pestalozzi- und der Heinz-Neukäter-Schule. Beide Förderschulen sind an der Oldenburger Straße in Varel untergebracht. Die Gebäude müssen aber dringend saniert werden und bieten den Schulen zu wenig Platz. Ursprünglich sollte der Neubau am jetzigen Standort der OBS Obenstrohe entstehen, nachdem diese ausgelaufen wäre.

Jetzt plant die Kreisverwaltung den Neubau und sucht parallel dazu nach einem passenden Grundstück. Eine Möglichkeit wäre beispielsweise eine Freifläche am Schulstandort an der Arngaster Straße in Varel.

Christopher Hanraets Varel / Redaktion Friesland
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