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Bürgermeisterwahl: Wagner holt entscheidenden Stich

16.06.2014

Varel „Es ist nicht meine Art – aber ich muss weinen.“ Gerd-Christian Wagner war überwältigt vom Jubel der etwa 100 Anhänger, die zur Wahlparty in den „Büppeler Krug“ gekommen waren. Als die Gäste stehend applaudierten und „We are the champions“ von Queen aus den Lautsprechern dröhnte, ließ er seinen Emotionen freien Lauf und fiel als erstes seiner Frau Birgit in die Arme.

Wagner holte bei der Stichwahl mit 56,5 Prozent die Mehrzahl der Stimmen, sein Mitbewerber Rainer Rädicker hatte in nur wenigen Stimmbezirken die Mehrheit errungen. Damit bleibt der SPD-Kandidat, der von CDU, FDP und BBV unterstützt wurde, für sieben weitere Jahre Bürgermeister.

Der Rechner der Kommunalen Datenverarbeitung legte zwar zwischenzeitlich eine Pause ein, aber um 18.43 Uhr stand fest: Gerd-Christian Wagner bleibt weiter Bürgermeister. „Nach 23 von 31 Wahlbezirken war ich erleichtert“, teilte er unter frenetischem Jubel seinen Anhängern mit und dankte ihnen für die große Unterstützung im langen Wahlkampf.

„Das letzte halbe Jahr war ein einziger Kampf“, sagte Wagner und freut sich, dass jetzt wieder Alltag im Vareler Rathaus einkehrt. „Ich freue mich, dass ich die Mehrheit hinter mich bringen konnte“, kommentierte Wagner das Wahlergebnis.

Zufriedenheit auch bei den Fraktionsvorsitzenden. „Wir können weitermachen als Mehrheitsgruppe mit einem Bürgermeister, der an unserer Seite weiterkämpft“, sagte Jürgen Bruns (SPD). „Ich freue mich über das deutliche Ergebnis“, kommentierte Hergen Eilers (CDU). Er hofft, „dass die Stadt jetzt zur Ruhe kommt und die Beschlüsse, die getroffen sind, umgesetzt werden können“.

Die Wahlparty in Büppel hatte Seltenheitswert. Mitglieder von CDU, SPD, Grünen, BBV und FDP fieberten gemeinsam mit dem SPD-Bürgermeister und spendeten ihm frenetischen Beifall. „Dass wir beide uns noch gemeinsam über einen SPD-Bürgermeister freuen“, sagte Jürgen Bruns und legte Hergen Eilers den Arm um die Schulter. Auch Peter Nieraad (CDU) nahm es mit Humor: „Heute war ein schwerer Tag für mich, ich musste SPD wählen.“

Traute Börjes-Meinardus Varel / Redaktion Friesland
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