Kreis Vechta - Nach Schätzungen mindestens 1000 auf einem Feld an der Steinfelder Straße in Dinklage gelagerte Quaderballen Stroh sind am Montag, 12. August, verbrannt. Die Menge entspricht einem Gewicht von rund 1000 Tonnen. Bis zu 70 Angehörige der Freiwilligen Feuerwehr Dinklage unter Führung von Stadtbrandmeister Alfred Dinkelmann bekämpften die Flammen, über deren Ursache ebenso, wie zur Schadenshöhe, noch keine Erkenntnisse vorliegen. Die Polizei ermittelt.
Schwieriger Löschangriff
Der Brand war kurz vor vier Uhr ausgebrochen. Wegen der großen Hitzeentwicklung mussten die Einsatzkräfte bei ihren Löschangriffen einen Sicherheitsabstand von etwa 30 Metern einhalten. Experten sprechen von etwa 1000 Grad Celsius die im Innern von brennenden Ballen dieser Art erreicht werden können. Im NWZ -Gespräch verwies Dinkelmann auf die in einem solchen Fall beschränkten Eingriffsmöglichkeiten der Feuerwehr, und beschrieb den Einsatz als ein kontrolliertes Abbrennenlassen.
Zudem sicherten Feuerwehrleute ein 100 bis 150 Meter von der bis zu neun Meter hohen Brandstelle entfernt stehendes Haus. Der Wind stand günstig. Ein Übergreifen der Flammen wurde verhindert. Am späten Vormittag befanden sich noch etwa 25 Kameraden vor Ort. Durch das Feuer kam es zu starker Rauchentwicklung. Das führte zu Sichtbehinderungen für den Verkehr auf A 1 zwischen Lohne/Dinklage und Holdorf.
Bereits gegen 3 Uhr war die Dinklager Feuerwehr zu einem Carportbrand in der Eichenstraße gerufen worden. Von den Flammen in Mitleidenschaft gezogen wurden auch ein Oldtimer-Pkw sowie vor Ort gelagerte Autoreifen. Zudem griffen die Flammen auf ein Wohnhaus über.
Drehleiter vor Ort
Den Löschangriff fuhren 50 Kameraden, die von 15 mit der Drehleiter des Landkreises angerückten Vechtaer Einsatzkräften unterstützt wurden. Angaben zur Schadenshöhe sowie zur Brandursache liegen bislang noch nicht vor.
Dagegen geht die Polizei bei einem weiteren Feuer in Neuenkirchen von Brandstiftung aus; Hinweise:
