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NWZonline.de Region Vechta

37 Ställe wieder freigegeben

06.04.2006

NEUENKIRCHEN-VöRDEN In die Diskussionen um die Nikotin-Affäre bei der „Deutschen Frühstücksei“ hat sich auch der Tierschutzbund eingeschaltet. Er fordert „lückenlose Aufklärung“.

von peter linkert NEUENKIRCHEN-VÖRDEN - Nach dem Bekanntwerden der Nikotin-Affäre bei der „Deutschen Frühstücksei GmbH“ mit Sitz in Neuenkirchen-Vörden sind mittlerweile 37 der 128 Hühnerställe wieder freigegeben. Das hat der Sprecher der Gesellschaft, Rudolf Jeschenko, gestern mitgeteilt. Eier aus den freigegebenen Ställen seien wieder im Verkauf. Ansonsten sei ihm kein neuer Stand bekannt. Die Labore seien überfordert, und die Ergebnisse gingen erst zur Staatsanwaltschaft. Die Anzeige der Staatsanwaltschaft gegen die „Frühstücksei“ sowie die der „Frühstücksei“ gegen Unbekannt wegen „Sabotage“ (die NWZ berichtete) seien schwebende Verfahren.

Unterdessen hat sich der Deutsche Tierschutzbund eingeschaltet. Er fordert eine „eilige und lückenlose Aufklärung“. Außerdem sollten alle Käfighaltungsbetriebe kontrolliert werden. Immerhin würden 53,3 Prozent der Legehennen in Deutschland „in tierquälerischen Hallen mit mehr als 100 000 Tieren“ gehalten. Der Vorfall bei der „Frühstücksei“ müsse Anlass sein, diese Haltungen einer Sonderüberprüfung zu unterziehen.

Der Tierschutzbund erinnert auch an den Pohlmann-Skandal. Pohlmann hatte sein Vechtaer „Hühnerimperium“ seinerzeit aufgeben müssen – unter anderem weil er wegen des Einsatzes von Nikotin ein Tierhaltungsverbot auferlegt bekommen habe. Die „Frühstücksei“ habe den Pohlmann-Bestand übernommen. „Es war die Hoffnung, dass nach den Urteilen gegen Anton Pohlmann der Einsatz von Nikotin zur Vergangenheit der industriellen Tierhaltung gehört. Nun stehen Fragen im Raum, die eilig von der Staatsanwaltschaft und Veterinären beantwortet werden müssen“, fordert Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes.

Apel fragt auch nach der Verantwortung des niedersächsischen Landwirtschaftsminister Hans-Heinrich Ehlen für den Fall, dass sich Berichte als zutreffend erwiesen, nach denen es bereits im November 2005 Hinweise auf den Fall gegeben habe. Außerdem sei die Frage, was mit den Legehennen passiere, die mit dem verbotenen Nikotin in Kontakt gekommen sind. Der Tierschutzbund befürchtet eine millionenfache Tötung der Hennen.

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