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Forschung 70 Jahre nach Kriegsende: Fragen vor Ort

Christoph Floren

Kreis Vechta/Stapelfeld - 2015, im 70. Jahr nach dem Ende des II. Weltkriegs, droht die Erlebnisgeneration zunehmend auszusterben. Die Tatsache, dass der Kreis der Zeitzeugen sich immer mehr verringert, ist für den Geschichtsausschuss im Heimatbund Oldenburger Münsterland (OM) Anlass, die Situation im heimischen Raum aufzugreifen und zu beleuchten. Zwar gab es im OM keine entscheidenden Schlachten, aber dennoch Geschehnisse, die auch Generationen später immer noch viele unbeantwortete Fragen aufwerfen.

So geht es etwa beim 18. Studientag zur Geschichte des OM am 21. November in der Katholischen Akademie Stapelfeld um das Thema „Gewaltsame Übergriffe und Selbstjustiz in der frühen Nachkriegszeit.“ Dazu gehört die Aufarbeitung der Diskussion um Zwangsarbeitermorde in Mühlen zu Kriegsende (die NWZ  berichtete).

Gewalt als Ventil

Um die Gewaltexzesse der Zeit zwischen Zusammenbruch der deutschen Ordnung und Etablierung der britischen Militärregierung systematisch zu erfassen, erhalten alle Heimatvereine der Kreise Vechta und Cloppenburg in Kürze Fragebogen zu diesem Thema. So will der Arbeitskreis Erkenntnisse zu bislang mündlich überlieferten oder schriftlich schwer zugänglichen Ereignissen gewinnen, schreibt sein Vorsitzender, der Historiker Dr. Michael Hirschfeld (Vechta). Gleichzeitig soll die Initiative lokale Heimatforscher dazu anhalten, Licht in diesen oft tot geschwiegenen Komplex zu bringen.

Die Zeit nach 1945 steht auch beim Akademieabend am 30. September im Blickpunkt. Nach der Reihe „Vechtaer Hochschulköpfe“ der ehemaligen pädagogischen Hochschule geht es diesmal um Lebendbilder etwa des Musikwissenschaftlers Prof. Felix Oberborbeck, nach dem die Kreis- und Universitätsstadt eine Straße benannt hat.

Ergänzend bietet der Kalender des Geschichtsausschusses fünf historische Nachmittage in Vörden (25. März), Kroge (15. April), Wulfenau (20. Mai), Elisabethfehn (17. Juni) und Damme (14. Oktober) an. Ebenso breit gespannt wie der Bogen der Veranstaltungsorte von Nord nach Süd ist das geplante Themenspektrum.

Vom Esch ins Museum

Es reicht vom „Heuerlingswesen in Nordwestdeutschland“ über die agrarische Lebenswelt der hiesigen Region mit ihren Formen der Eschkultur und der Moorkultivierung bis zu einer Führung durch das Dammer Stadtmuseum.

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