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Projekt gegen Fachkräftemangel Pflegekräfte aus Iran überzeugen in Lohne

Über die bestandenen Kenntnisprüfungen freuen sich (von links) Maryam Kashizadehsherbaf, Eugenia Winkler (Prüfungsausschuss), Faezeh Oroujiesfahnai, Ludger Quatmann (Vorsitz Prüfungsausschuss), Fatemeh Babania Rostam und Dr. Joachim Berentzen (Prüfungsausschuss).

Über die bestandenen Kenntnisprüfungen freuen sich (von links) Maryam Kashizadehsherbaf, Eugenia Winkler (Prüfungsausschuss), Faezeh Oroujiesfahnai, Ludger Quatmann (Vorsitz Prüfungsausschuss), Fatemeh Babania Rostam und Dr. Joachim Berentzen (Prüfungsausschuss).

Schwester-Euthymia-Stiftung

Lohne - Das St.-Franziskus-Hospital Lohne, das St.-Marienhospital Vechta und die St.-Hedwig-Stiftung haben erfolgreich ein Projekt mit Pflegekräften aus dem Iran sowie das St. Josefs-Hospital Cloppenburg mit Pflegekräften aus Tunesien und China gestartet. Am Katholischen Bildungszentrum in Lohne bestanden jetzt drei weitere Iranerinnen ihre Kenntnisprüfung als Gesundheits- und Krankenpflegerinnen. Damit wurden nun bereits acht iranische Pflegekräfte geschult, die als examinierte Pflegekräfte in den Einrichtungen eingesetzt werden können. Weitere Kenntnisprüfungen sollen in diesem Jahr folgen. Schulleiter Dr. Jochen Berentzen freut sich über das „sehr hohe fachliche Niveau sowohl praktisch wie theoretisch und sehr gute Sprachkenntnisse“.

Fachkräftemangel begegnen

„So wie wir diese Mitarbeiter für uns gewinnen möchten, wollen wir natürlich alle schon tätigen Mitarbeiter für uns gewinnen. Jeden Tag. Sie sind uns sehr wertvoll“, betont Ulrich Pelster, Vorsitzender der Schwester-Euthymia-Stiftung. Das erfolgreiche Projekt solle fortgeführt werden. Und Annedore Dierksen, Pflegedirektorin am St.-Marienhospital und St.-Franziskus-Hospital, sagt: „Auf diesem Weg können wir dem Fachkräftemangel in der Pflege begegnen.“

Große Erfahrung

Die Vorbereitung auf die Kenntnisprüfungen liefen so ab: Die Pflegekräfte wurden nach der Anreise aus dem Iran direkt auf die beteiligten Häuser verteilt. Sie verfügten zwar über mehrjährige Erfahrungen als Pflegekraft (insbesondere im OP, in der Anästhesie, auf der Intensivstation und in der Notaufnahme), bekamen aber nun auf den Stationen die Möglichkeit, ihre praktischen Fähigkeiten weiter auszubauen. Parallel nahmen sie wöchentlich an Fach- und Sprachunterricht teil.

Eingewöhnung

Begleitet wurden sie durch Ehrenamtliche, die ihnen beim Deutschlernen sowie bei Behördengängen und bei der Eingewöhnung im privaten Bereich behilflich waren. Da die Iranerinnen sich auch ehrenamtlich sehr stark in ihrem Umkreis engagierten, gelinge die Integration in die Betriebe und in den Alltag hervorragend. „Alle Iranerinnen fühlen sich in Lohne und Vechta sehr wohl und möchten ihre Familienangehörigen möglichst zeitnah nachholen“, heißt es in einer Pressemitteilung.

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