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NWZonline.de Region Vechta

Stress-Situation: Beim Notruf stets in der Leitung bleiben

22.10.2014

Kreis Vechta Unfälle geschehen, auf heimischen Straßen oder in Haushalten im Kreis Vechta, täglich. Vor diesem Hintergrund hat der Landkreis mit Feuerwehr, Polizei und Rettungsdiensten eine Kampagne gestartet, deren Ziel das korrekte Verhalten im Notfall ist. Zum Auftakt trafen sich Vertreter der beteiligten Organisationen.

Einigkeit herrschte darüber, dass Hilfe immer erfolgt, egal ob 112 für Notrufe oder 110 für die Polizei, gewählt werden. „Das muss im Reflex geschehen“, so Dr. Thomas Vorwerk, Leiter des ärztlichen Rettungsdienstes im Kreis Vechta. Er regte, turnusmäßige Wiederholungen von Erste-Hilfe-Kurse vorzuschreiben. Zu gering und mit Hemmschwellen belegt seien etwa Kenntnisse über Reanimationsmaßnahmen. Auch sollten möglicherweise lebensrettende Telefonnummern im öffentlich-rechtlichen Fernsehprogramm etabliert werden.

Informationen anbringen

Geht ein Notruf bei der Leitstelle oder der Polizei ein, wird strukturiert abgefragt, um die erforderlichen Informationen zu erlangen. Das bedeutet: Der Disponent oder der Beamte am Apparat „führt“ den Anrufer am Telefon durch die aktuelle Stresssituation. Wichtig ist dann, auf keinen Fall aufzulegen, besonders, wenn ein Anruf, etwa durch die Aufforderung in der Leitung zu bleiben, weitergeleitet wird. In Zukunft soll eine Bandansage die Weiterleitung zur Herausnahme etwaiger Unsicherheiten begleiten, kündigte Rainer Beewen (Kooperative Großleitstelle Oldenburg) an.

Ungewohnte Situation

Im Ernstfall ist „egal was man tut, besser als nichts zu tun“, ergänzte Oliver Peters (Rettungsdienstleiter der Malteser). Seine Prämisse lautet: „Erst hingucken, dann Notruf absetzen!“ Zudem bräuchten Unfallopfer das Gefühl, nicht allein zu sein, als psychologische Stütze, die ein Gefühl der Sicherheit vermittle. Gleichwohl unterstrich er, dass sich Ersthelfer stets einer nicht geübten Situation gegenüber sähen. Josef Schade (Polizeikommissariat Vechta) verwies darauf, dass in einem Notfall nichts zu tun, als unterlassene Hilfeleistung gewertet werden könne. Strafrechtliche Folgen seien möglich.

Christoph Floren Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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