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NWZonline.de Region Vechta

Robert Arlinghaus In Berlin Ausgezeichnet: Gebürtiger Lohner erhält wichtigen Preis

27.04.2020

Berlin Professor Dr. Robert Arlinghaus, 1975 in Lohne geboren, hat den Communicator-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und des Stifterverbandes erhalten. Der Experte für Integratives Fischereimanagement von der Humboldt-Universität zu Berlin und dem Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) bekommt die mit 50 000 Euro dotierte Auszeichnung für sein vielseitiges Engagement in der Wissenschaftskommunikation. Mit einem einmaligen „Sonderpreis für herausragende Kommunikation der Wissenschaft in der Covid19-Pandemie“ wurde zudem der Virologe Professor Dr. Christian Drosten von der Charité – Universitätsmedizin Berlin – ausgezeichnet.

Besondere Formate

Von Comics und Filmen über Podcasts und Science Slams bis zu partizipativen Formaten, Vortragsserien und Büchern: Die Communicator-Preis-Jury zeigte sich beeindruckt sowohl von der Fülle an Kommunikationsformaten, als auch der strategischen und konzeptionsstarken Planung und Umsetzung der Aktivitäten von Robert Arlinghaus. Es gelinge ihm, ein scheinbares Spezialthema wie die Angelfischerei mit den gesellschaftlich relevanten Fragen der Nachhaltigkeit, des Umweltschutzes und des verantwortlichen Umgangs mit der Natur zu verknüpfen. Dabei gehe es Arlinghaus nicht nur um die Vermittlung von Forschungsergebnissen, sondern immer auch um die Förderung der Gestaltungs- und Entscheidungskompetenz seiner vielfältigen Zielgruppen.

Richtlinien gestalten

Der diesjährige Communicator-Preisträger schaffe Räume für persönliches Erleben von Forschung und erreiche mit diesem Ansatz eine hohe Akzeptanz und Vertrauen in die Wissenschaft und ihre Ergebnisse. Zudem gelinge es ihm, sein Forschungsthema des Angelfischens immer wieder in größere sozioökologische Zusammenhänge einzubetten. Nicht zuletzt schaffe er es durch gezielte Ansprache politischer Entscheidungsträger auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene, die Richtlinienentwicklung für nachhaltige Fischerei wissenschaftsgeleitet zu begleiten. So verkörpere Robert Arlinghaus prototypisch, was Wissenschaftskommunikation heute bedeuten kann, so die Jury.

Arlinghaus ist seit 2013 Professor für Integratives Fischereimanagement an der Humboldt-Universität zu Berlin und Arbeitsgruppenleiter am Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei.

Angeln als Forschung

Als Gastwissenschaftler ist der Vater zweier Kinder im Alter von sieben und fünf Jahren schon weit herumgekommen, und Preise hat er auch bereits einige erhalten. Als er selbst noch fünf Jahre alt war, habe es Robert Arlinghaus mit der Angel ans Mittelmeer gezogen, heute sei das Freizeitangeln sein Forschungsgegenstand, ist auf der Internetseite der Humboldt-Universität über den 44-Jährigen zu erfahren. Die Fischerei kennzeichne enge und dynamische Mensch-Umwelt-Beziehungen – und diese gelte es nachhaltig zu entwickeln. Die Forschung von Robert Arlinghaus und seinem Team helfe, Gewässer naturnah zu erhalten, die Versorgung mit Fisch als Nahrungsmittel sicherzustellen, das Erholungserlebnis am Wasser beim Angeln zu verbessern und die Fischpopulationen zu schützen. Letztgenanntes sei angesichts des grassierenden Artensterbens in Binnengewässern ein wichtiges Gesellschaftsziel.

Kreative Wege

Der „Communicator-Preis – Wissenschaftspreis des Stifterverbandes“ wird seit dem Jahr 2000 verliehen und gilt als der wichtigste seiner Art in Deutschland. Diesmal rückten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ins Zentrum, die in ihrer Wissenschaftskommunikation besonders kreativ sind, die neue, auch mutige Wege gehen und ihre Zielgruppen auf geeignete und wirksame Weise ansprechen. Das Preisgeld soll die Ausgezeichneten in ihrem Engagement unterstützen und auch die Umsetzung neuer Projekte ermöglichen.

In diesem Jahr wählte die Jury aus Wissenschaftsjournalisten, Kommunikations- und PR-Fachleuten aus 62 Bewerbungen und Vorschlägen den Preisträger aus. In einem mehrstufigen Auswahlprozess konnte sich Arlinghaus durchsetzen. Der Communicator-Preis 2020 und der Sonderpreis sollen nach derzeitiger Planung bei der Jahresversammlung der DFG am 30. Juni 2020 in Berlin verliehen werden, sofern es die Corona-Krise zulässt.

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