BERLIN - Gemeinsam mit den Bäcker- und Fleischerinnungen der Kreishandwerkerschaften Cloppenburg und Vechta hat der Verbund Oldenburger Münsterland (OM) auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin das neue eingetragene Markenzeichen „Original Kilmerstuten Oldenburger Münsterland“ vorgestellt. „Die kulinarischen Aspekte und insbesondere regionale Spezialitäten gewinnen im Tourismusmarketing zunehmend an Bedeutung“, erklärte Verbundpräsident Albert Focke.
Ein starkes Stück Heimat
Mit Blick auf das touristische Leitbild der Region, die Lebensart auf dem Lande für Gäste erlebbar zu machen, greife der Verbund „die ebenso alte wie auch lebendige Tradition des Kilmerns“ auf. Das neue Markenzeichen bringe die „tiefe und breite handwerkliche Tradition der Region“ zum Ausdruck, ergänzte Hauptgeschäftsführer Dieter Mertens (Kreishandwerkerschaft Vechta). Die Initiative für das Markenzeichen sei von Fleischermeister Ludger Fischer ausgegangen, und vom Verbund sowie der Kreishandwerkerschaft umgesetzt worden. „Unsere Gemeinschaftsinitiative ist auf mehrfache Weise ein starkes Stück Oldenburger Münsterland.“
Kilmer ist ein plattdeutsches Wort für „Taufe, Kindtaufe“. Der Kilmerstuten war ursprünglich ein Akt der Nachbarschaftshilfe, da in früheren Zeiten die Taufe eines Kindes spätestens drei Tage nach der Geburt erfolgte, und die Mutter noch tatsächlich im Wochenbett lag.
Obermeister packen zu
In der Regel erhielt sie daher vom Nachbarn Proviant in einem Tuch überbracht. Aus diesen Ursprüngen ist der Brauch entstanden, einem Paar zur Geburt eines Kindes einen Kilmerstuten zu bringen. Und so wurde der erste Original Kilmerstuten Oldenburger Münsterland auch durch den Initiator Ludger Fischer sowie die Obermeister Ludger Freese, Bernhard Kurre und Christoph Overmeyer im schwarzen Anzug und mit Zylinder auf einer Leiter auf die Bühne in der Niedersachsenhalle getragen. Der Kilmerstuten „OM“ ist von heute an in allen Innungsbetrieben des Bäcker- und Fleischerhandwerks in den Kreisen Cloppenburg und Vechta erhältlich.
