BUNNEN - Im Löninger Ortsteil Bunnen ist der traditionelle St.-Martins-Umzug mehr als nur eine Geste. Die symbolisch dargestellte Legende, bei der vom späteren Bischof von Tours der Mantel mit einem Bettler geteilt wird, hat in Bunnen seit geraumer Zeit praktische Nachahmung gefunden.

Den Kindern wird dabei der Begriff tätiger Nächstenliebe praxisbezogen veranschaulicht. Statt der früher üblichen zwei Martinskuchen erhalten die kleinen Laternenträger seit einigen Jahren nur noch eine Brezel und teilen sozusagen mit Gleichaltrigen in Afrika. Das so eingesparte Geld wird ebenso wie der Erlös einer Haussammlung innerhalb der Schulacht Bunnen/Lodbergen und in der Bunner Schelmkappe für die Arbeit in der Mission in Afrika gespendet. Die Aktion geht auf eine Initiative des ehemaligen Schulleiters Manfred Boog zurück.

In diesem Jahr war aus der St.-Martins-Aktion ein Betrag von 1347,40 Euro als Überschuss erzielt worden, der dazu beitragen wird, den Hunger zahlreicher Kinder in Afrika zu lindern. Ein Symbolscheck über diese Summe wurde jetzt an Bernd Anneken zur direkten Weiterleitung an Schwester Jutta übergeben. Die Ordensfrau ist auf der Missionsstation Aminuis im Staat Namibia tätig.