Kreis Vechta/Gartow - „Die hier sind so freundlich. So haben uns Anwohner am Donnerstagabend Tabletts mit Kuchen und einen großen Topf Spaghetti-Bolognese gebracht, und sich für die Hilfe bedankt.“ Vechtas Kreisfeuerwehrbereitschaftsführer Manfred Kathmann und seine Kameraden, die seit Mittwoch im Kreis Lüchow-Dannenberg im Hochwassereinsatz stehen, (die NWZ  berichtete) bekommen das Gefühl vermittelt, gebraucht zu werden.

Ihr Einsatzgebiet liegt an der L 256 zwischen Gartow und Gorleben. Dort kontrollieren und sichern etwa 120 Angehörige der Bereitschaft einen Deich. Einer ihrer Aufträge lautet, „Aqualiner“, das sind Kunststoffkegel aus dem Bestand der Berufsfeuerwehr Frankfurt, die zur schnellen Eindämmung der Fluten dienten, abzubauen, und durch Sandsäcke zu ersetzen. „Zudem mussten einige Kameraden umgestürzte Bäume zur Seite räumen – eigentlich ganz normale Hilfeleistungen,“ so Kathmann.

In der Nacht zu Freitag hatte es durchgängig geregnet. Morgens war es dann wieder trocken. Inzwischen sinken die Pegel, stündlich um etwa einen Zentimeter. Am Donnerstag, 13. Juni. hatten sie begonnen, zu stagnieren. Die Behörden setzen alles daran, die L 256 am Wochenende wieder für den Verkehr freizugeben.

Froh ist der Kreisbereitschaftsführer, das Deutsche Rote Kreuz (DRK) in den Einsatz mitgenommen zu haben. Der DRK-Küchenzug verpflegt die Kameraden, und auch der Rettungswagen wurde bereits gebraucht. Einer der Helfer aus dem Kreis Vechta hatte sich eine Schnittwunde zugezogen. Das DRK-Team brachte den Mann zum Nähen ins Krankenhaus nach Dannenberg. Inzwischen ist er wieder zurück, und hofft, wie die anderen Feuwerwehrleute, noch am Wochenende den Rückmarsch antreten zu können.