ESSEN - Zum Jahresabschluss gönnten sich die Mitglieder ein Essen. Zuvor gab es Informationen „satt“.
von Peter Linkert
ESSEN - Die 134. Sitzung des Beirats Oldenburger Münsterland der Oldenburgischen Industrie- und Handelskammer war auch zugleich die letzte in diesem Jahr. Traditionsgemäß gibt es zu diesem Anlass ein Essen, und so war es auch gestern im „Pfauenhof“ in Essen. Beirats-Chef Ludger Block (Harkebrügge) und Essens Bürgermeister Georg Kettmann begrüßten dazu Unternehmer aus dem ganzen Oldenburger Münsterland.Bevor es zum lukullischen Teil ging, hatten die Gäste aber noch jede Menge an Informationen zu verdauen. Peter Wellmann (IHK) stellte den gerade fertig gestellten „Dienstleistungsatlas Oldenburger Land“ am Beispiel des Oldenburger Münsterlandes vor, und Prof. Dr. Hermann von Laer (Hochschule Vechta) referierte über Integrationsmöglichkeiten für Spätaussiedler. IHK-Geschäftsführer Dr. Michael Ahrens hielt den Geschäftsbericht.
Der Dienstleistungsatlas versucht, nach messbaren Kriterien den Dienstleistungssektor in seine Untergruppen zu differenzieren, die sich in den vergangenen Jahren recht unterschiedlich entwickelt haben. Er gibt Auskunft über die Wirtschaftskraft dieses Sektors und die Anzahl der Beschäftigten. In der Boom-Region Oldenburger Münsterland wird der Dienstleistungssektor klar vom Handel dominiert, hat aber wegen des starken Produzierenden Gewerbes eine vergleichsweise schwache Stellung.
Von Laer gab nach einem Rückblick auf die Integrationsleistung in Deutschland nach dem Krieg, die er als ausgesprochen gelungen bezeichnete, auch einen optimistischen Ausblick. Die Integration der Spätaussiedler sei auf einem guten Weg, Probleme würden sich mit der Zeit quasi von selbst erledigen. Nicht zuletzt wegen sich ähnelnder kultureller Hintergründe werde es im Laufe einer Generation zur Assimilation kommen. Von Laer negierte dabei keineswegs aktuelle Probleme wie eine höhere Gewaltbereitschaft in einigen Kreisen der Aussiedler. Mitglieder des Beirats verwiesen auf teils sehr gute schulische Leistungen der jungen Aussiedler-Generation, was Beiratsmitglieder mit Erfahrungen aus der betrieblichen Praxis unterstrichen.
