GARREL - Kontrakte mit auswärtigen reinen Ackerbaubetrieben für den Kauf von Inputstoffen für Biogasanlagen nehmen verstärkt zu – dies war die Kernaussage auf einer Veranstaltung der Volksbanken und Raiffeisenbanken, Spar- und Darlehnskasse im Landkreis Cloppenburg, an der mehr als 90 Biogasanlagenbetreiber und Interessenten vor Kurzem in Hotel „Heidegrund“ in Petersfeld teilnahmen.

Johann Kalverkamp, Geschäftsführer der VR AgrarBeratung AG aus Lingen, sprach über „Die Wirtschaftlichkeit von Biogasanlagen mit Blick auf die Inputversorgung und Preisabsicherung der Input­stoffe mit Absicherung über die Warenterminbörse“. Die Inputkosten einer Biogasanlage machen demnach annähernd ein Drittel des gesamten Aufwandes aus, wobei die Eigenproduktion auf Grund der zur Verfügung stehenden Fläche – gerade im Landkreis Cloppenburg – stagniert. „Die Lösung ist der Kauf von Inputmaterial aus anderen Regionen. Am besten über fest vereinbarte Abnahmeverträge mit anderen Landwirten.“

Eine weitere Absicherung biete der Warenterminhandel, so Kalverkamp. „Jedoch, wer an einer Warenterminbörse Preise absichern will, muss viele Aspekte berücksichtigen und gut kalkulieren können“, betonte der Referent. Auch dabei sollte für den Biogasbetreiber eine gesicherte Inputversorgung und für den Maisproduzenten ein gesicherter Absatz zu gegenseitig akzeptierten Preisen erreicht werden.

Bankdirektor Ludger Ostermann als Sprecher der Volksbanken und Raiffeisenbanken, Spar- und Darlehnskasse im Landkreis Cloppenburg, freute sich über die vielen Gäste und deren Interesse. Die Volksbanken und Raiffeisenbanken sowie die Spar- und Darlehnskasse eG im Landkreis Cloppenburg werden sich weiter mit diesem Thema beschäftigen, so Ostermann.