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Lkw ausgebrannt – Verkehrsbehinderungen auf der A 29
+++ Eilmeldung +++

Dreieck Ahlhorner Heide
Lkw ausgebrannt – Verkehrsbehinderungen auf der A 29

NWZonline.de Region Vechta

Einsatzkräfte bekommen Feuer unter Kontrolle

23.04.2019

Goldenstedt Es sind Szenen, die an den Moorbrand bei Meppen im vergangenen Sommer erinnern. Die Straßen rund um Arkeburg bei Goldenstedt (Landkreis Vechta) sind weiträumig von der Polizei abgesperrt. Auf den Straßen rauschen immer wieder große Fahrzeuge der Feuerwehren vorbei. Weiße Rauchschwaden sind in der Ferne zu sehen. Der Geruch von Feuer liegt auch am frühen Abend noch in der Luft.

Ein Moorbrand, der gegen Mittag am Ostermontag bei Goldenstedt ausgebrochen war, hat sich am Montagnachmittag zeitweise bis vor die Tore Vechtas ausgebreitet. Wie Reinhard Ahlers, Sprecher der Kreisfeuerwehr Vechta, am Abend bekanntgab, sei das Feuer bei Goldenstedt inzwischen unter Kontrolle. Einzelne Glutnester werden allerdings weiterhin beobachtet und bekämpft. Die Ursache des Feuers war auch am Dienstagmorgen noch unklar.

Spaziergänger hatten den Brand bei Goldenstedt-Arkeburg gegen 12 Uhr gemeldet. Im Laufe des Nachmittags hatte sich das Feuer bis in den Bereich Vechta-Grünenmoor oberflächlich ausgebreitet. „Wir sind nur hinterher gelaufen“, berichtet Ahlers. Dort geriet auch ein Waldstück in Brand. Grund dafür seien der starke Ostwind sowie die allgemeine Trockenheit gewesen. „Wir haben das Waldstück aufgegeben und abbrennen lassen“, so Ahlers. Dafür wurde eine sogenannte Riegelstellung aufgebaut, um die Ausbreitung über den Wald hinaus zu verhindern. Am Abend gelang es den Einsatzkräften dann, den Brand unter Kontrolle zu bringen.

Schwierige Löscharbeiten

Auch die Löscharbeiten gestalteten sich schwierig: Teilweise mussten Schlauchleitungen über mehrere hundert Meter gelegt werden. Aufgrund des weichen Bodens, gerade im Bereich Arkeburg, konnte schweres Gerät nicht zum Einsatz kommen. Selbst zu Fuß waren einige Stellen nicht erreichbar.

Insgesamt brannte es auf einer nicht zusammenhängenden Fläche von rund vier Hektar. Im Bereich Goldenstedt war das Feuer bereits am Nachmittag unter Kontrolle. Dort war das Moor noch relativ feucht. Nur einzelne Glutnester wurden noch gesucht und abgelöscht. Die Löscharbeiten insgesamt mussten am Montag fortgesetzt werden. „Insgesamt ist es glimpflich abgelaufen – nur für die Natur nicht“, sagte Ahlers.

Am Montag waren 17 Feuerwehren aus den Landkreisen Vechta, Diepholz und Oldenburg mit rund 450 Einsatzkräften vor Ort. Unterstützt wurden sie unter anderem vom Polizeihubschrauber „Phönix 98“ aus Rastede sowie einem Flugzeug des Feuerwehr-Flugdienstes aus Lüneburg. Außerdem waren zwei Einsatzleitwagen aus Vechta und Cloppenburg und ein Großtanklöschfahrzeug vor Ort. Drei Feuerwehrleute wurden im Einsatz bislang verletzt. Das DRK Vechta übernahm die Versorgung der Einsatzkräfte.

„Zu keiner Zeit bestand eine Gefährdung der Bevölkerung“

Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Wildeshausen waren zwar nicht im Rettungseinsatz involviert, stellten aber ihr Feuerwehrhaus mitsamt Sanitäranlagen und Verpflegung zur Verfügung. Gegen 18 Uhr trafen dort nach und nach die Kameraden ein: Rund 120 Einsatzkräfte mit 32 Fahrzeugen der Städtebereitschaft der kreisfreien Städte Delmenhorst, Oldenburg und Wilhelmshaven sammelten sich auf dem Parkplatz, so Bernhard Möller. Der Oldenburger Stadtbrandmeister hatte die Führung der Einheit inne

Am Montagnachmittag bildete sich im Kreishaus in Vechta ein sogenannter Vorkrisenstab unter der Leitung von Landrat Herbert Winkel (CDU). In einer ersten Stellungnahme erklärte Winkel: „Zu keiner Zeit bestand eine Gefährdung der Bevölkerung.“ Entsprechend teilte am Abend auch die Polizei mit, dass es keine Erkenntnisse über verletzte Menschen oder beschädigte Gebäude gebe. Trotzdem forderte der Landkreis bei Polizei und Bundeswehr Löschhubschrauber an.

Anwohner werden aufgrund der Rauchentwicklung weiterhin gebeten, auch am Dienstag Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Zum Nachlöschen seien am Dienstag noch rund 150 Feuerwehrleute im Einsatz, so die Polizei.

Moorbrand auch in Bad Bentheim

Einen Moorbrand gab es zudem in der Nähe von Bad Bentheim. Auch hier ist die Ursache noch unklar. Gebrannt hatte es auf einer Fläche von rund 30 Hektar. Am Montagnachmittag konnten die letzten Flammen gelöscht werden, doch war auch dort die Feuerwehr am Dienstag noch beschäftigt. „Durch den auffrischenden Wind glimmen immer wieder Glutnester auf“, sagte Ortsbrandmeister Stefan Reimann von der Feuerwehr Gildehaus.

Björn Buske Redakteur / Online-Redaktion
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