HUCKELRIEDEN - Mit oldenburgischen Priestern, die im 19. und 20. Jahrhundert ihre Ausbildung am deutschen Theologenkonvikt „Collegium Germanicum et Hungaricum“ in Rom erhalten haben, beschäftigt sich der Geschichtsausschuss des Heimatbundes Oldenburger Münsterland beim 288. Historischen Nachmittag. Die Tagung beginnt am Mittwoch, 12. Oktober, um 15.30 Uhr, im Heimathaus Huckelrieden. Referent ist der Historiker Dr. Michael Hirschfeld (Universität Vechta). Er nimmt die Priesterweihe eines aus Löningen gebürtigen Theologen in der Ewigen Stadt am Montag, 10. Oktober, zum Anlass, um einen Blick auf im Volksmund „Bischofsschmiede“ genannte Konvikt zu werfen.

Aus der Gruppe „der Römer“ aus dem Oldenburger Land gingen neben dem späteren Aachener Bischof Dr. Johannes Pohlschneider auch Gemeindepfarrer wie Dechant Eduard Brust (Cloppenburg), Pfarrer Dr. Gisbert Meistermann (Langförden) oder Dechant Dr. Ludwig Averdam (Oythe) hervor. Sie machten zwar keine größere Karriere, sind aber als Priesterpersönlichkeiten im regionalen Gedächtnis verankert.

Hirschfeld versucht, Antworten nach den Kriterien für die Auswahl zum Studium in Rom sowie nach der gemeinsamen Prägung zu geben, die die Geistlichen nach der Rückkehr in die Heimat zu einer Klerus-Elite werden ließen. Er beleuchtet er die Werdegänge der „Germaniker“.

Anmeldungen zu der Veranstaltung (Kostenbeitrag: 5 Euro) sind bis Montag, 10. Oktober, möglich; Heimatbund „OM“, Telefon  04471947722; Fax 04471/947723 oder per E-Mail: heimatbund-om@ewetel.net.