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Beteiligungsprojekt mit Online-Plattform Ideen gesucht für Lohner Bürgerklimapark

Projektbeteiligte beim Auftakttreffen im Rathaus: (von links) Henry Klumpe, Sandra Mezger, Matthias Reinkober, Beata Punte, Gert Kühling, Dr. Barbara Grabkowski, Andreas Bechly, Ralf Blömer und Hyco Verhaagen.

Projektbeteiligte beim Auftakttreffen im Rathaus: (von links) Henry Klumpe, Sandra Mezger, Matthias Reinkober, Beata Punte, Gert Kühling, Dr. Barbara Grabkowski, Andreas Bechly, Ralf Blömer und Hyco Verhaagen.

Christian Tombrägel/ Stadt Lohne

Lohne - In Lohne soll ein Bürger-Klimapark entstehen. Wie er aussehen soll und welche Klimaschutz-Themen dort behandelt werden, darüber können die Lohnerinnen und Lohner mitentscheiden. Und das erfolgt auf der Online-Plattform „Zukunft Lohne“. Unter www.zukunft-lohne.de finden die Bürger weitere Informationen zum geplanten Klimapark und die Möglichkeit, eigene Ideen und Vorschläge einzubringen. Die Beteiligungsphase startet am Dienstag, 31. Mai, und endet am 15. Juli.

Zwei Fragen können die Bürger auf der Online-Plattform beantworten: „Was gehört für Dich in den Bürger-Klimapark?“ und „Was möchtest Du im Bürger-Klimapark erfahren?“. Die Antworten wertet anschließend das Unternehmen CrowdInsights aus. Die Experten sind bewährte Partner der Stadt Lohne. Sie begleiteten bereits die Bürgerbeteiligung zur Neuaufstellung der Jugendarbeit im Jugendtreff.

Menschen erreichen

„Erfolgreicher Klimaschutz und Anpassungen an den Klimawandel muss vor allem die Menschen erreichen“ betont Sandra Mezger, die als Klimaschutzmanagerin der Stadt Lohne für das Projekt verantwortlich ist. Deswegen sei es wichtig, dass interessierte Bürger ihre Ideen formulieren können. Auch bei der späteren Umsetzung – geplant ist die erste Pflanzphase im Herbst dieses Jahres – seien Bürger willkommen.

Und darum geht es: Für den Bürger-Klimapark steht im Ortsteil Zerhusen eine etwa 7,3 Hektar große Fläche zur Verfügung. Bislang wird das Areal, das so groß wie elf Fußballfelder ist, landwirtschaftlich genutzt. Da es an das Naherholungsgebiet Hopener Wald angrenzt, ist der Klimapark an das Rad- und Wegenetz gut angebunden. Der Bund fördert den Klimapark mit 90 Prozent der Kosten aus dem Programm „Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel“. „Durch die Förderung wollen wir möglichst innovative und qualitativ hochwertige Ergebnisse für den Klimaschutz und die Anpassung an die Folgen des Klimawandels erzielen“, sagt Mezger. Für die fachliche Begleitung des Projektes wurde eigens eine halbe Projektstelle bei der Universität Vechta geschaffen.

Lernen und Erfahrungen

„Unsere Herausforderung besteht unter anderem darin, eine bislang landwirtschaftlich genutzte Fläche zu einem vielfältigen, natürlichen Lern- und Erfahrungsraum zu entwickeln, der Klima-Lernen ermöglicht und zum Klimahandeln anregt“, sagt Dr. Barbara Grabkowski, Geschäftsführerin des Verbunds trafo:agrar, der gemeinsam mit der Uni Vechta mit der Konzeptionierung beauftragt ist. Um die Höhe der gebundenen Treibhausgase zu ermitteln, werde eine beispielhafte Klimabilanzierung erfolgen.

„Neben der Online-Befragung setzen wir auf den Kontakt außerhalb des Netzes sowohl mit Erwachsenen als auch Jugendlichen“, erklärt Beata Punte, Projektmanagerin bei trafo:agrar. Hierfür wurden die Fragen auch auf Postkarten gedruckt, die unter anderem in Schulen verteilt werden. Die Rückmeldungen werden später in das System eingegeben. Erste Erkenntnisse und Ergebnisse aus der Befragung sollen nach den Sommerferien vorliegen und veröffentlicht werden.

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