Emstek - Kalkulierbare Perspektiven und mehr Planungssicherheit für das Leben in Familie und Beruf sind die Hauptforderungen gewesen, die zwei junge Leute in einer öffentlichen Talkrunde des CDU-Gemeindeverbands Emstek bei „Backhaus“ stellten. Vor rund 80 Besuchern diskutierten die 22-jährige Rieke Holtvogt und der 18-jährige Gymnasiast Nico Hülskamp mit dem Bundestagsabgeordneten und -kandidaten Franz -Josef Holzenkamp.

Nicht nur Zeitarbeitsverhältnisse seien ein Riesenproblem, sondern auch der Missbrauch von Praktika. Holzenkamp schloss sich der Kritik daran und auch am Missbrauch von Werkverträgen an. Die jungen Leute müssten ihr Leben planen können, in der Familie und im Beruf. Das sei eine wesentliche Grundlage einer gesunden Entwicklung der Gesellschaft.

Holtvogt kritisierte insbesondere die unterschiedliche Bildungspolitik in den 16 Bundesländern, die es erschwere, das Bundesland zu wechseln. Das gelte schon im Studium und erst recht später im Beruf.

Als ein Problem bezeichneten es Hülskamp und Holtvogt, dass Auszubildende von vielen Unternehmen nicht gerne mit 16 oder 17 Jahren genommen würden. Die Unternehmen bevorzugten ältere Auszubildende, die möglichst auch schon den Führerschein haben sollten. Hülskamp vermisste in den allgemeinbildenden Schulen auch die Beschäftigung mit dem Arbeitsmarkt und den beruflichen Anforderungen.