Kreis Vechta - Wie halten es die Städte und Gemeinden im Kreis Vechta mit Weihnachtsgrüßen? Grußkarten gibt es kaum noch. Das hat verschiedene Gründe.
So verzichtet Landrat Herbert Winkel (CDU), wie sein Vorgänger Albert Focke (CDU), auf Landkreis-Glückwunschkarten zum Weihnachtsfest oder zum Jahreswechsel. Die so eingesparten 500 Euro kommen bedürftigen Familien zugute.
Die Stadt Vechta hält „an der guten Tradition fest“, Weihnachtskarten zu verschicken, so deren Sprecher Herbert Fischer. Gleichzeitig gilt die Aufmerksamkeit im Advent dem karitativen Gedanken. So unterstützt die Stadt mit der Arbeitsgemeinschaft zum Bau der Entlastungsstraße zwei soziale Projekte.
Einige kleine Geschenke
Lohnes Rathauschef Tobias Gerdesmeyer (CDU) verschickt etwa 150 Grüße zum Fest. Einige verdiente Personen erhalten ein kleines, persönliches Geschenk. Sein Dammer Amtskollege Gerd Muhle (CDU) wird, so heißt es aus seinem Vorzimmer, „einige wenige, ganz persönliche Grüße versenden“. In größerem Rahmen hat es dies in Damme nie gegeben. Ähnlich sieht es bei der Stadt Dinklage aus. Dort weiß Ansgar Westermann, dass „noch nie Grüße verschickt wurden“. Ausnahmen stellen höchstens einige persönliche Schreiben, etwa an den Bürgermeister der Partnerstadt Epouville (Frankreich) dar.
Die Gemeinde Steinfeld spendet den für Weihnachtsgrüße vorgesehenen Betrag von 250 Euro ihrem Jugendtreff, heißt es in einer Presseinformation. Somit bleibt das Geld vor Ort. „Kostenneutral“, so heißt es im Holdorfer Rathaus, verhält sich Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug (CDU). Er verschickt E-Mails zum Fest und zum Jahreswechsel. Wie in der Vergangenheit, so verzichtet die Gemeinde Bakum auch diesmal auf Weihnachtsgrüße per Post. Aus dem Goldenstedter Rathaus werden seit 25 Jahren keine Weihnachtskarten mehr verschickt. Zusammen mit den Einladungen zum traditionell für die gesamte Bevölkerung offenen Neujahrsempfang gehen allerdings Weihnachtsgrüße an etwa 100 Personen, wie Vereinsvorsitzende, Repräsentanten der Kirchen und der Politik sowie Vertreter der Schulen.
Baum als virtueller Gruß
Auch die Gemeinde Visbek verzichtet generell auf den Versand von Weihnachtskarten und Neujahrsgrüßen, so Hauptamtsleiter Alfred Kuhlmann. Jedoch erhalten einige Bürger, die sich ehrenamtlich besonders engagieren, ein kleines, persönliches Präsent. Zudem ziert die Homepage der Gemeinde vom 23. Dezember an ein Weihnachtsbaum – mit den entsprechenden elektronischen Grüßen.
