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NWZonline.de Region Vechta

KULTUR: Knebel und die noch unverheiratete Lady

19.09.2005

CLOPPENBURG CLOPPENBURG - Herbert Knebel begeistert zum ersten Mal die Cloppenburger. Mit seinem Programm „Ich glaub' mich holnse ab“ gab es am Sonnabend in der Stadthalle Cloppenburg „eine Verschmelzung“ zwischen dem Publikum und dem Kabarettisten Uwe Lyko. So nannte Knebel das gelungene Wechselspiel mit den Zuschauern, die nach der zweiten Zugabe stehend applaudierten. Doch vorher hatten die Lachmuskeln einiges auszuhalten.

Seine Schwägerin Ilona Schäfer war neulich bei ihm zu Besuch. Die noch nicht mal ansatzweise verheiratete Lady besucht sie alle paar Jahre für ein Wochenende. „Diese Frau ist eine einzige Ansammlung von Schiss.“ Sie hat nicht nur vor Spinnen, Mäusen und Terroristen Angst, sondern auch Platzangst, Höhenangst, Angst im Dunkeln, kann nicht gut alleine sein, und vor allen Dingen ist sie unheimlich schreckhaft. „Sie ist ’ne richtige Angsthasenfrau, das is’n Fall für’'n Psycho.“

Dies nutzt Knebel zur Begrüßung Ilonas gerne aus. „Dann steh ich immer so hinter der Tür und tippe sie auf de Schulter, dann zuckt’ se schon zusammen wie so’n Espenlaub, dann dreht die sich um, und dann steh ich da, mit so’n Brotmesser inne Hand. Wie der Hitschkok in dem Film unter der Dusche. Dann sag ich immer: Willkommen in Bens sein Hotel“.

Knebel, der Rentner aus Altenessen, erzählte auch von seinem vermeintlichen Herzinfarkt, von der Jugend die noch nicht einmal Respekt vor Sankt Martin hat. Von Lehrern, die ihre Schüler über „SMS“ unterrichten. Auf seine gekonnte Art nimmt er auch die Casting-Shows auf die Schippe. „Demnächst lassen se noch die Tiere blöken.“ Viel Verständnis hatten die Zuschauer für Knebel, als er von den Erlebnissen mit der „Service hotslein“ seiner Bank berichtete.

Uwe Lyko versteht es, mit der Sprache des halbgebildeten Nörglers Dinge des kleinbürgerlichen Alltags kabarettistisch darzustellen. Dabei entdeckt sich so mancher Zuschauer selbst. Das macht Herbert Knebel so sympathisch, obwohl er mit seinem schlichten Kostüm und der dicken Hornbrille unsympathisch daherkommt.

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