KREIS VECHTA - „Stark mit Handicap“: Das sollen die Mädchen und Jungen der Erich Kästner-Schule des Andreaswerkes werden. Dazu gibt es an der zur größten Einrichtung der Behindertenhilfe im Kreis Vechta gehörenden Schule ein ganzheitliches Projekt. Es umfasst das Training der Kinder, Eltern-Schulungen und eine Fortbildung der pädagogischer Fachkräfte.

Selbstsicher im Leben

Kinder und Jugendliche mit Behinderung können leicht Opfer von Gewalt werden. Oft haben sie nicht gelernt, sich abzugrenzen und auch mit Worten zur Wehr zu setzen. „Ein solches Projekt stützt daher das Selbstbewusstsein unserer Schüler. Starke Menschen, die selbstsicher durch das Leben gehen, sind besser vor Gewalt geschützt, als ängstlich Wirkende. Täter suchen meist Menschen aus, von denen sie glauben, auf wenig Widerstand zu stoßen.“ Das erklärt Rita Espelage, die Leiterin der Erich Kästner-Schule. Vor diesem Hintergrund integriert das Training alle Schüler, unabhängig von der Art oder der Schwere ihrer Behinderung.

In Kooperation mit dem Institut für Gewaltprävention, Selbstbehauptung und Konflikttraining aus Holdorf konnte in der Tagesbildungseinrichtung für geistig behinderte Kinder und Jugendliche bereits der erste Teil der Projektarbeit abgeschlossen werden. Dabei wurden die Mitarbeiter methodisch zum Thema Selbstbehauptung fortgebildet. Hinzu kam ein von Peter Dröscher geleitetes Verhaltenstraining „Stark in Krisen“. Als nächste Arbeitseinheit steht nun das „Eltern-Kind-Training“ auf dem Programm.

Fördermittel helfen

Das Gesamtvorhaben ist über eine Dauer von drei Jahren konzipiert. Finanziell unterstützt wird es vom regionalen „Förderverein zur sozialen und ökologischen Arbeit“. Der gemeinnützige Verein erhält unter anderem Spenden und Mittel der Vechtaer Firma Siemer.

Mehr Infos unter

www.andreaswerk.de