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Kundgebung zum 1. Mai in vechta: Jobverlust und Mobilität in Coronazeiten

29.04.2021

Kreis Vechta Gegen eine Abwälzung der Krisenlasten auf die Beschäftigen tritt der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB/Kreisverband Vechta) in diesem Jahr am 1. Mai besonders ein. Unter dem Motto „Solidarität ist Zukunft“ soll es auch darum gehen, wie die Kosten und Folgen der Coronakrise auf die verschiedenen Gesellschaftsschichten verteilt werden. Das teilt der Kreisverband in einer Pressemitteilung im Vorfeld des Tages der Arbeit mit.

Seit 131 Jahren

Auch die Organisation des Tages steht im Zeichen der Corona-Pandemie und ihrer Folgen. Das gewohnte Angebot auf dem Europaplatz in Vechta, dass Bürger mit verschiedenen Gewerkschaften und Verbänden zwanglos im Gespräch kommen, kann in diesem Jahr nicht angeboten werden. Klar ist aber auch: „Der Tag der Arbeit ist ein Tag, an dem die Gewerkschaften traditionell Flagge zeigen“, sagt die Kreisvorsitzende des DGB, Audra Brinkhus-Saltys. „Seit 131 Jahren wird dieser Gedenktag mit Demonstrationen in der ganzen Welt begangen.“

In diesem Jahr wird deswegen ein rotes Fahrrad neben dem Pferd aufgebaut. Dieses soll die Mobilitätswende in der Coronazeit symbolisieren, erklärt der Vechtaer Kreisverband. Es soll aber auch zeigen, dass die Gewerkschaft selbst in schwierigen Zeiten präsent ist und sich zu Wort meldet. Außerdem ist eine Plakataktion geplant. Die Plakate sollen in Vechta und Lohne verteilt werden und weisen auf die Forderung und Positionen der Gewerkschaft hin.

Ein Thema ist laut Gewerkschaft auch, dass sich Lohnabhängige durch die Pandemie mit einer tiefgreifenden wirtschaftlichen Krise konfrontiert sehen. Eine Rezession der Wirtschaft und der damit einhergehende Stellenabbau bedrohten viele Beschäftigte. Arbeitslosigkeit sei die große Gefahr für Millionen Beschäftigte. Alle wirtschaftlich Starken und insbesondere jene, die von der Krise sogar profitiert haben, stünden in der gesellschaftlichen Pflicht, mehr an die Allgemeinheit abzugeben.

Mehr Geld für Bildung

Weiter ist während der Pandemie eine soziale Spaltung innerhalb des Bildungssystems zu erkennen, die besonders gravierende Spuren hinterlässt, teilt der Vechtaer Kreisverband mit. Etliche Schüler würden abgehängt, Eltern würden zum größten Teil sich selbst überlassen. Es werde dauerhaft mehr und größere Investitionen in das Bildungswesen nötig sein.

„Durch gemeinsames Handeln können Wege für eine gute Zukunft gefunden werden,“ so die DGB-Vorsitzende. Der DGB wird einen Livestream zum 1. Mai senden, von 11 bis 13 Uhr. Er ist zu sehen auf der DGB-Internetseite und Facebook und Youtube.

Mareike Wübben Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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