KREIS VECHTA - KREIS VECHTA/EB - Mit dem „Goldenen Rebhuhn“ ist jetzt der Lohnunternehmer Heinrich Olberding aus Mühlen und sein langjähriger Mitarbeiter Helmut Runnebohm von der Kreisjägerschaft ausgezeichnet worden. Georg Nieske, Vorsitzender der Kreisjägerschaft Vechta, würdigte bei der Überreichung der Auszeichnung die Vorbildfunktion, die Olberding und Runnebohm durch ihre wildtierschonende Flächenbearbeitung ausüben und bedankte sich für die gute Zusammenarbeit mit den Jägern. Auch Kreisjägermeister Rainer Fortmann lobte die Geehrten: „Dies ist ein vorbildliches Beispiel für den naturverträglichen Einsatz moderner Landwirtschaft.“

Lohnunternehmer Olberding ist bei den Jägern bekannt für seine wildtierfreundliche Flächenbearbeitung. Trotz des Einsatzes moderner Großmaschinen ist es seiner Meinung nach möglich, Wildtierverluste bei Bodenbearbeitungen und Erntearbeiten zu reduzieren. So arbeitet er eng mit den Jägern zusammen und informiert sie zum Beispiel über bevorstehende Mäharbeiten, damit die Jäger rechtzeitig rettende Maßnahmen für die Wildtiere ergreifen können.

Bei der Bearbeitung von landwirtschaftlichen Flächen achtet er darauf, dass den Wildtieren Fluchtmöglichkeiten gegeben werden. Hierzu gehört – wie von den Jägern empfohlen – die Flächen von innen nach außen zu mähen. Auch seine Mitarbeiter werden angewiesen, wildtierschonend zu arbeiten.

Helmut Runnebohm hat sich in den vergangenen Jahren besonders für den Natur- und Artenschutz engagiert. Der Schutz von Bodenbrütern wie dem Kiebitz liegt ihm besonders am Herzen. Trotz einer Behinderung nimmt er das Auf- und Absteigen vom Traktor gerne in Kauf, um Kiebitznester aus der Gefahrenzone zu bringen.

Mit dem „Goldenen Rebhuhn“ würdigt die Kreisjägerschaft Vechta in jedem Jahr Nichtjäger, die sich in besonderer Weise für den Erhalt der Natur und der heimischen Tierwelt eingesetzt haben.