KREIS VECHTA - Die Gelder aus Brüssel können ab 2008 fließen. Hiesige Projekte können 40- bis 45-prozentige Zuwendungen erwarten.

Von Christoph Floren

KREIS VECHTA - „Die Weichen sind auf ein großes Miteinander gestellt.“ So schätzt Niedersachsens Landwirtschaftsminister Heinrich Ehlen (CDU) die Voraussetzungen für eine künftige Strukturförderung im heimischen Raum nach seinem gestrigen Treffen mit den Bürgermeistern der Städte und Gemeinde aus dem Kreis Vechta ein. Eingeladen zu der Runde, für die Landrat Albert Focke (CDU) als Gastgeber fungierte, hatte der CDU-Landtagsabgeordnete Friedhelm Biestmann.

Für Planungen in Sachen Integriertes Ländliches Entwicklungskonzept (ILEK), das für Goldenstedt, Visbek, Bakum und Vechta die Türen zu Förderszenarien der Europäischen Union (EU) öffnen soll, stehen für 2006 bislang 50 000 Euro zur Verfügung (die NWZ berichtete). Laut Ehlen ist 2007 mit weiteren 40 000 Euro zu rechnen. Das Regionalmanagement (REM), das die Südkreiskommunen Damme, Dinklage, Lohne, Holdorf und Steinfeld betreiben, verfügt für 2006 und 2007 über 125 000 Euro Planungsmittel. Für das weitere Vorgehen erwartet Focke, dass sich „Nord- und Südkreis gegenseitig befruchten“. Der Landkreis will dann die Rolle eines Koordinators übernehmen. Das soll den Zugang zu den Fördertöpfen auf europäischer Ebene ermöglichen.

Dazu muss der Abstimmungsprozess der Städte und Gemeinden aus dem Kreis Vechta 2007 erfolgen. Erste Mittel können 2008 fließen.

Für den Zeitraum 2007 bis 2013 stehen auf der EU-Förderebene 2,2 Milliarden Euro Gesamtfördergelder bereit. Für Projekte im Kreisgebiet erwartet Ehlen eine 40- bis 45-prozentige Höchstförderungsgrenze. Der Rest muss jeweils ko-finanziert werden. Dann sind, so der Minister, die kleinsten Einheiten, etwa die jeweiligen Gemeinden im Boot. Als in Zukunft zuwendungsfähig schätzt er besonders „klassische Förderelemente wie die Dorferneuerung“ ein. Dort gibt es laut Ehlen auch Chancen, „Einzelelemente aus dem Kreis kleiner und mittelständischer Unternehmen zu fördern.“