KREIS VECHTA - KREIS VECHTA/CCF - „Nein, ein Nestbeschmutzer ist die in Vechta ansässige und auch in Lohne produzierende Firma Hartke für die Fleischer-Innung Vechta nicht. Hartke war und ist keiner von uns.“ Das hat Innungsobermeister Ludger Freese (Visbek) gestern erklärt.

Im Namen seines Berufsstandes verwahrt sich Freese gegen die Machenschaften des in Vechta ansässigen Fleisch- und Wurstwarenherstellers Hartke, gegen den die Staatsanwaltschaft Oldenburg im aktuellen Stichfleischskandal ermittelt (die NWZ berichtete). Er betont: „Jeder Meister weiß längst, dass Fleisch auf dem Markt unglaublich billig angeboten wird. So billig, dass man sich ausrechnen kann, aus welchen Quellen es stammt.“ Er verbürgt sich für seine vielfach seit Generationen in der heimischen Region verwurzelten Innungskollegen, die unter dem „f-Zeichen“ beim Einkauf von Fleisch und Wurst grundsätzlich „solche „Schnäppchen vermeiden“.

„Nach dem Skandal ist vor dem Skandal“, resümiert Dieter Mertens, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Vechta. Der NWZ sagte Mertens: „Hartke war nie Innungsmitglied.“ Als einzig positiven Effekt der momentanen Entwicklungen sieht er, „dass die Verbraucher einmal mehr sensibilisiert werden“.

Inzwischen hat sich die Firma Hartke in einer über eine Rechtsanwaltskanzlei verbreiteten Presseerklärung von den gegen sie erhobenen Vorwürfen distanziert.