Kreis Vechta - „Nicht reden, sondern handeln“ lautete das Motto einer Kooperationsveranstaltung der beiden Kreisinitiativen „KURSiV“ (Kooperation von Unternehmen der Region und Schulen im Landkreis Vechta) und „Perspektive: Pflege!“, zu der sich jetzt Lehrkräfte sowie Gesundheits- und Pflegeexperten im Facharztzentrum des St.-Franziskus-Hospitals in Lohne zu einem regen Austausch getroffen haben.

Ziel des Kreisprojekts „Perspektive: Pflege!“ ist es, Fachkräfte im Gesundheitswesen zu gewinnen und an den Landkreis zu binden. Dass die Nachwuchsfindung gerade im Pflegebereich eine große Herausforderung darstellt, machten Sandra Guhe, Leiterin des Gesundheitsamts in Vechta, und Georg Rönker, Leiter der Pflegeschule in Lohne, deutlich.

„Es ist wichtig, dass die Jugendlichen frühzeitig mit den Gesundheits- und Pflegeberufen in Kontakt kommen“, so Rönker, der zuvor über Veränderungen in der Ausbildung bei den Gesundheits- und Pflegeberufen informiert hatte. „Über Lernpartnerschaften können sie sich ein Bild machen, ob sie für Tätigkeiten in diesem Bereich geeignet sind und daran Freude haben. Finden diese Kontakte nicht statt, verfestigen sich falsche Vorstellungen und Vorurteile.“

Dass eine enge Zusammenarbeit der Schulen mit den Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen Wirkung zeigt, machte Christina Kluge, Lehrerin an der Realschule Damme, deutlich. „Wir arbeiten im Fach Gesundheit und Soziales seit einigen Jahren mit dem St. Elisabeth Hospital in Damme zusammen. Experten kommen zu verschiedenen Projekten in die Schule und unsere Schüler besuchen das Krankenhaus. Das Interesse der Jugendlichen an den dort angebotenen Berufen ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen.“ Ähnlich waren die Aussagen anderer Lehrkräfte, die über ihre Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen berichteten. Der Tenor aller Beteiligten lautete: „Lasst uns die Kooperation intensivieren.“