Kreis Vechta - „Nur wenig Verständnis“ für die Pläne der Landwirtschaftskammer Niedersachsen die acht Mitarbeiter zählende Außenstelle Vechta des Landwirtschaftsamtes ebenso wie die Dependance in Huntlosen voraussichtlich 2017 zu schließen, bringt Vechtas Landrat Herbert Winkel auf. Hinter dieser Entwicklung steht ein bereits nach der Fusion der Landwirtschaftskammern Hannover und Weser-Ems beschlossenes Außenstellenkonzept.
Winkel will „politisch gegen die Kammerentscheidung intervenieren“. Diesbezüglich gehe er auch mit seinem Kollegen aus dem Kreis Oldenburg konform, betonte er im NWZ -Gespräch. Zur Begründung führt er an: „Wir sind hier landwirtschaftlich stärker aufgestellt als andere Teile Niedersachsens. Deshalb sei eine Beratung der Landwirte vor Ort wichtig.“ Winkel sicherte dem Kreislandvolk Vechta „seine volle Unterstützung zu.“ Daher werde er in dieser Angelegenheit Kontakt mit Kammerpräsident Gerhard Schwetje aufnehmen.
Vechtas Kreisland Norbert Meyer (Lutten) kann sich nicht mit einer anstehenden Schließung der Außenstelle Vechta des Landwirtschaftsamtes anfreunden. Wie Winkel verweist er wegen der Betriebsdichte vor Ort auf einen derzeit wie zukünftig erhöhten Beratungsbedarf, etwa zu Fragen der Tierhaltung oder der Nährstoffkreislaufwirtschaft. Zudem verweist Meyer auf die ökonomische Seite des bisherigen Systems: Wir haben in Vechta gute Umsätze pro Mitarbeiter. Das Kreislandvolk Vechta repräsentiert etwa 2000 Mitglieder, die alle Kammerbeiträge zahlen.
Aus Kostengründen will die Kammer die Beratung der heimischen Landwirte in der Bezirksstelle Oldenburg-Süd zusammenfassen. Dazu stehen dort allerdings Ausbauarbeiten an, da Mitarbeiter aus Vechta und Huntlosen in die Soestestadt umziehen.
