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NWZonline.de Region Vechta

Gesundheit: Lübken wird hoffentlich zum Lebensretter

12.09.2014

Lastrup „Ich bin kein Lebensretter. Ich war einfach nur die Nadel im Heuhaufen“, sagt Rainer Lübken und lächelt. Der 48-jährige Lastruper, der im Caritas-Wohnheim in Lastrup arbeitet, hat im Juni einen Teil von sich für einen anderen Menschen gegeben: Er hat Knochenmark gespendet. Nun trägt er eine besondere Verantwortung für einen Menschen.

Seit 2006 hatten Lübkens Daten in der Knochenmarkspenderdatei geschlummert. Damals war er bei einer Typisierungsaktion in der Gemeinde Essen gewesen. Eigentlich habe er danach kaum noch an die Typisierung gedacht, bis im Juni ein Anruf von der DKMS aus Köln kam, ob er weiterhin als Spender zur Verfügung stehen würde und das auch kurzfristig. Das hat er spontan bejaht.

Kurze Zeit später musste er zur Voruntersuchung nach Köln. Offenbar hatte die weltweit genutzte Knochenmarkspenderdatei eine mögliche Übereinstimmung mit einem krebskranken Patienten gefunden, was sich nach weiteren Tests bestätigte: Lübken war eine Nadel im Heuhaufen.

Später gab es in Köln ein sehr ausführliches Arztgespräch, in dem er über die Knochenmarkspende mit allen möglichen Nebenwirkungen aufgeklärt wurde. Dann kam das Okay. Tatsächlich räumte auch bei Lübken erst das Arztgespräch mit der offenbar sehr verbreiteten irrigen Annahme auf, dass bei dem Eingriff ein Teil des Rückenmarks vom Spender benötigt würde. Es geht aber um das Knochenmark, und das findet man vornehmlich im Beckenknochen, im Brustbein oder den Röhrenknochen. Das Knochenmark enthält die Stammzellen, die für den kranken Spendenempfänger lebenswichtig sind. Diese Zellen produziert der Körper täglich. Vor einer Knochenmarkspende wird aber ihre Produktion durch Medikamente angeregt, so dass mehr Stammzellen ins Blut eingeschwemmt werden. Die werden dann aus dem Blut geholt.

Dann war der Tag der Entnahme da. Ein kurzer Rückruf beim Arbeitgeber, dem Caritas-Verein Altenoythe, verlief problemlos. Es wurde dazu sofort grünes Licht gegeben. In Begleitung seiner Frau Annegret ging es nach Köln. Alles wurde vorher von der DKMS organisiert.

Am Tag der Entnahme wurde Lübken stationär in der Klinik aufgenommen. Die Entnahme dauerte eine halbe Stunde. Die Spende soll einem 13-jährigen Jungen aus Norwegen das Leben retten. Ob seine Spende den Empfänger rechtzeitig erreicht und ob sie ihm geholfen hat, wird Lübken frühestens im Oktober erfahren. Kontaktaufnahme oder Datenaustausch ist erst nach zwei Jahren möglich. Lübken ist froh, und Caritasdirektor Michael Bode ist stolz auf seinen Mitarbeiter. Im Beisein von Heimleiterin Karin Frerichs und Heike Junker (Personalabteilung des Caritasvereins) überreichte er eine Urkunde der DKMS.

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